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Ritter zue Haldenwang: Ritterschlag für einen Diakon

Ritter zue Haldenwang

Ritterschlag für einen Diakon

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    Peter Trapp wird durch den Großmeyster der Tafelrunde, Ulrich der Pfettner, zum Ritter Hans geschlagen.
    Peter Trapp wird durch den Großmeyster der Tafelrunde, Ulrich der Pfettner, zum Ritter Hans geschlagen. Foto: Foto: Martin Plate

    „Nehmt diesen Schlag und sonst keinen mehr!“ Mit diesen Worten wurde Junker Hans zum Ritter Hans von Drodt geschlagen. Im wahren Leben heißt der Rittersmann Peter Trapp. Mit dem höchsten Fest im Leben eines Ritters erfüllte sich ein lang gehegter Wunsch des Günzburger Diakons im Ruhestand.

    Fast viereinhalb Jahre war er als Knappe und Junker durch seinen Lehrmeister und Leibrecken Johann von der Pfalz, der eigentlich Herbert Obendorfer heißt und aus Leipheim kommt, begleitet und auf das Ritterdasein vorbereitet worden. Nun erhielt er vom Großmeyster Ulrich dem Pfettner den Rittermantel, Schwert und Wappen.

    Der neue Ritter ist Mitglied in der Tafelrunde der Ritter zue Haldenwang, ein Sasse oder Recke, wie sich die Mitglieder nennen. Die Tafelrunde ist einer von 18 neuzeitlichen Ritterbünden, die im Deutschen Ritterbund vereint sind. Bis zu ihrer Auflösung 1935 gab es noch an die 300 derartige Bünde im deutschsprachigen Raum. Die Ritter, die aus dem Landkreis Günzburg und aus Augsburg stammen, reiten nicht, sie fechten nicht und auf mittelalterlichen Märkten sind sie kaum zu finden. Ihre Ritterlichkeit gründet sich in alten Werten und Traditionen des mittelalterlichen Abendlandes. Sie sehen sich als Hüter und Bewahrer des ritterlichen Gedankengutes des Hochmittelalters.

    Im Verlauf des festlichen Adventskapitels gab es außer dem Ritterschlag noch einiges zu feiern. So wurde der Jettinger Anton Reiser als Knappe Philipp in die Ritterschaft aufgenommen und erhielt Wams und Barett.

    Mehr dazu lesen Sie morgen in Ihrer Günzburger Zeitung.

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