Von Katja Röderer
Leipheim. Zwei Mal im Jahr wird der Leipheimer Kinderfestplatz zum Dreh- und Angelpunkt für Trödelhändler und Schnäppchenjäger. Dann veranstaltet die Leipheimer Feuerwehr ihre beiden Flohmärkte. Mit unglaublichem Erfolg, wie sich Jahr für Jahr zeigt, wenn die Menschen zu Hunderten zum Festplatz pilgern – wo sie parken wollen. Genau da fängt der Ärger an.
Wie knapp die Parkplätze sind, haben die Bewohner der Kohlplatte und jene im Krautgartenweg wahrscheinlich zuerst bemerkt. Ihnen wurden nicht nur die Wege zugeparkt, sondern oft auch die Zufahrten zu ihren Grundstücken. So konnte es nicht weitergehen.
Deshalb hat jetzt erneut ein Gespräch stattgefunden, bei dem sich Vertreter der Polizei mit der Stadtverwaltung und der städtischen Feuerwehr zusammengesetzt haben, um das Problem zu diskutieren. Das ehemalige Bauhofgelände am Weidlenweg könnte nun zu einem Parkplatz werden, um die Situation zu entspannen. 70 bis 80 Stellplätze sollen hier entstehen.
Die Leipheimer Stadtverwaltung rechnet damit, dass es etwa 15000 Euro kosten würde, den Platz, auf dem im vergangenen Jahr die alte Bauhofhalle abgerissen wurde, zu einem Parkplatz umzugestalten.
Die sollen auch in den Haushalt 2012 aufgenommen werden, wie es von der Stadtverwaltung hieß. Die Leipheimer Stadträtin Brigitte Mendle (Initiative Alber) hatte die Summe so offenbar nicht auf der Rechnung. „Das sollte ein locker angelegter Parkplatz werden, und jetzt kostet er schon 15000 Euro“, sagte sie und schlug vor, die Flohmarktbesucher alternativ auf die Parkplätze der umliegenden Supermärkte zu leiten, um sie dann mit Shuttlebussen zum Kinderfestplatz zu fahren. „Müssen die denn wirklich da unten aus dem Auto fallen und dann keinen Meter mehr gehen?“, fragte Brigitte Mendle.
Erstandenes muss bis zum Auto getragen werden
Ja müssen sie, erklärte der Leipheimer Bürgermeister Christian Konrad (CSU), denn die nicht immer ganz handlichen Schnäppchen wollen schließlich erst einmal zum Auto geschleppt werden.
Zudem seien die Parkplätze der Supermärkte in Privatbesitz und der Firmenparkplatz von Wanzl während der Flohmärkte schon in Benutzung.
Der nun geplante Parkplatz nahe dem Schützenhaus sei nicht für Dauerparker angelegt. Die Pläne sind laut Christian Konrad mit der Naturschutzbehörde im Landratsamt abgesprochen. Es handle sich um einen „naturnah gestalteten Parkplatz“, der mit Pfählen befestigt werden soll. Der UWG-Fraktionsvorsitzende Horst Galgenmüller erinnerte an die Parksituation auf der Kohlplatte und im Krautgartenweg und fand: „Jeder Euro ist in diesem Fall gut investiert.“
Weitere 150 bis 200 zusätzliche Parkplätze könnten auf einer weiteren wiese entstehen, um die Situation zu entschärfen.