Winterbach Bürgermeister Karl Oberschmid hat den Winterbacher Gemeinderat über den Fortschritt der Bauarbeiten zum DSL-Anschluss informiert. Die Leitung von Dürrlauingen her sei bereits geschlossen. In circa 14 Tagen sei dann der neue, schnelle DSL-Empfang möglich. Jetzt müssen die Kabel noch an den Kabelverzweiger beim Anwesen Pfitzmayr/Hörmann in Waldkirch angeschlossen werden, so Oberschmid bei der jüngsten Sitzung. Im Zuge dieser Arbeiten wird ein Gehweg in der Unterdorfstraße neu asphaltiert. Für den Ringschluss mit den Nachbargemeinden Dürrlauingen und Haldenwang (zur besseren Sicherheit des Netzes) fehlt noch die Strecke zwischen Eichenhofen und Haldenwang.
Weitere Themen:
Flexibus. Ferner informierte der Bürgermeister die Räte über das erste Arbeitsgespräch zum Flexibus. Es sei wichtig, klarzustellen, dass der Flexibus nicht mit einem Rufbus gleichzusetzen sei: „Ein Rufbus ist ein Ersatz für einen Linienbus, ein Flexibus fährt auch außerhalb der Linienzeiten.“ Das System soll zunächst für drei Jahre laufen. Die Gemeinden haben aber das Recht, früher abzubrechen, falls es schlecht läuft. Oberschmid stellte den Räten auch seinen Plan für die Haltestellen vor. Er wurde von den Räten nur leicht verändert. Alle hundert Meter wird eine Flexibus-Haltestelle gesetzt. Haltestellen in der Gemeinde Winterbach bekommen unter anderem die Geigenburg, die Delkenmühle, der Eisingerhof und die Wallfahrtskapelle Frauenbrunn.
Bauleitplanung. Keine Einwände erhoben die Räte gegen Bauvorhaben der Nachbargemeinden. Die Gemeinde Altenmünster plant ein neues Wohngebiet, ein Mischgebiet und Maßnahmen zur Pflege von Natur und Landschaft. Die Gemeinde Landensberg legte den Bebauungsplan des neuen Baugebietes „Am Feldle“ vor. Dieser kennzeichnet sich durch kompakte Straßenführung und viele Einzelgrundstücke.
Kuhstall. Einer Bauvoranfrage für den Ortsteil Rechbergreuthen wurde trotz zweier Gegenstimmen das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Dort soll ein Mutterkuhstall entstehen.
Radweg Winterbach-Waldkirch. An das Ende der Ausbaustrecke des Radweges von Winterbach nach Waldkirch in der Waldkircher Unterdorfstraße sollen zwei Pfosten gesetzt werden. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer auf den Radweg fahren, was während der Bauarbeiten schon der Fall war.
Treppe. Eigentlich hatte der Gemeinderat beschlossen, die Verbindungstreppe in der Gartenstraße in Winterbach abzureißen. Schließlich sind die Treppenstufen zwischen 17 und 23 Zentimeter hoch, also teilweise über dem Normalmaß. Vor der jüngsten Sitzung hatte Bürgermeister Oberschmid nochmals Erkundigungen bei der Bayern Versicherung eingeholt. Dort erfuhr er, dass Treppen im Außenbereich haftungsrechtlich anders zu werten sind als Treppen im Innenbereich. Treppen wie in der Gartenstraße dürfen nicht wackeln und müssen ein Geländer haben. Bezüglich der Stufen gibt es keine Vorschriften. Also schlug Oberschmid vor, Folgendes zu beschließen: Wenn diese Rechtsauskunft schriftlich erfolgt, wird die Treppe nicht abgerissen. Dieser Beschluss wurde im Gemeinderat bejaht, allerdings mit einer Gegenstimme.
Straßenbeleuchtung. Die bisherigen Straßenbeleuchtungsverträge sind an die neuesten Bestimmungen der Bundesnetzagentur anzupassen. Dies bedeutet, dass eine Trennung der Eigentumsverhältnisse zwischen Beleuchtungsanlage und Beleuchtungsnetz zu erfolgen hat. Die Beleuchtungsanlage, also Masten und Leuchten, gehen in das Eigentum der Gemeinde über. Das Beleuchtungsnetz, also die elektrische Zuleitung zu den Leuchten, ist künftig Eigentum der Lechwerke (LEW). Die Gemeinde zieht aus dieser Änderung folgendes Fazit: Die 20 Prozent Kostenpauschale bei Verlegung von Leerrohren für die Beleuchtung und für die anfallenden Erdarbeiten entfallen künftig. Durch den neuen Vertrag verringert sich die seit 1.1.2011 gültige deutliche Erhöhung der Netznutzungsentgelte. Wohl deshalb wurde der Abschluss des neuen Vertrages mit den LEW vom Bayerischen Gemeindetag empfohlen. So stimmte der Winterbacher Gemeinderat der Vertragsanpassung zum 1.1.2011 zu.
Mittelschulverband Burgau. Auch die Zahlungen an den Mittelschulverband Burgau machte der Bürgermeister zum Thema im Winterbacher Gemeinderat. Etwa 31400 Euro zahlt die Gemeinde als Verbandsumlage. „Bildung kostet Geld, aber die Ergebnisse der M-Zügler können sich sehen lassen“, bemerkte er. 2100 Euro beträgt die Pro-Kopf-Umlage für die derzeit 15 Schüler aus der Gemeinde Winterbach. Die Prognosen der Schülerzahlen für die nächsten Jahre zeigten jedoch, dass die Pro-Kopf-Umlage wieder unter die 2000er Marke sinken werde, so Oberschmid.