Anwohner haben ihrem Bürgermeister viele Anregungen ins Bibertaler Rathaus mitgegeben
Bibertal-Kissendorf Viele Gedanken über ihre Heimatgemeinde haben sich ganz offensichtlich die Kissendorfer gemacht. Bei der Bürgerversammlung trugen sie jetzt ihre Vorschläge und Wünsche vor. Der Straßenverkehr nahm dabei am meisten Aufmerksamkeit in Anspruch.
So schlug ein Bürger vor, das Tempolimit auf der Straße zwischen Kleinkissendorf und Schneckenhofen von 70 Stundenkilometer auf 50 herunterzusetzen. Dadurch sollten die Radfahrer mehr Sicherheit erhalten. Der Vorschlag fand ebenso viele Befürworter wie Gegner unter den mehr als 50 Kissendorfern, die zur Versammlung gekommen waren. Auf der Strecke wird etwa ein bis zwei Mal im Jahr eine kleine Mulde wieder aufgefüllt. Ein Bürger war dafür, dies in Zukunft zu unterlassen, weil er glaubte, dass die Autofahrer langsamer unterwegs sind, wenn die Mulde bleibt.
Diskussion über einen Ausbau
Ohnehin würde das Material im Laufe der Zeit auf die anliegenden Felder verteilt, wodurch das Bankett immer höher wachse und das Regenwasser schlechter ablaufe. Dazu erklärte Bürgermeister Robert Strobel, dass die Straße ursprünglich nur für landwirtschaftlichen Verkehr gebaut worden sei und mittlerweile etwa 500 bis 800 Autos am Tag dort fahren würden. Das entlastet Kissendorf und Schneckenhofen. Die Mulde gefährdet aber die Autofahrer und die Radler, weshalb der Gemeinderat schon einmal über einen Ausbau der Straße diskutiert hatte. Die Befestigung des Banketts mit Rasengittersteinen würde vermutlich etwa 100000 Euro kosten. Angesichts der Kosten waren sich die Kissendorfer einig, dass die Mulde weiter mit Schotter verschlossen und die Straße nicht ausgebaut werden soll.
Eine Senke auf der Straße zwischen Ettlishofen und Anhofen wollte ein anderer Bürger beseitigen lassen, doch hierfür könnten 10000 Euro fällig werden. Im Moment wird beobachtet, wie sich die Senke entwickelt. Auch zwischen Kleinkissendorf und Silheim bemängelte ein Landwirt eine schadhafte Stelle auf der Straße. Eine Bürgerin wünschte sich eine Geschwindigkeitsmessanzeige in der Friedensstraße, außerdem wurden Hinweisschilder gefordert: Eins soll Auswärtigen an der Weißenhorner Straße helfen, den Friedhof zu finden und eins soll sie zur Mehrzweckhalle führen. Am Übergang von der Bgm.-Rauner-Straße zur Hohlgasse könnte Bürgern ein Spiegel weiterhelfen. Der Bauausschuss wird demnächst darüber diskutieren.
Außerdem waren Radwege den Kissendorfern ein wichtiges Anliegen: Ein Bürger wollte sie beschildern. Darüber machen sich derzeit die Kommunalpolitiker ebenfalls Gedanken. Ein anderer wies darauf hin, dass wegen des Radwegs zwischen Kissendorf und Schneckenhofen sowie zwischen Kissendorf und Anhofen mit den Grundstückseigentümern weiter verhandelt werden müsse. (kabe)
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