Es ist schon gute Tradition des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) und der Landfrauen, die Jüngsten in der Gesellschaft an die Wurzeln der Lebensmittelproduktion heranzuführen. Seit zehn Jahren werden Grundschüler unter dem Motto „Landfrauen machen Schule“ in einem Projektunterricht direkt von Landfrauen geschult.
Sechs Klassen aus dem Landkreis durften in diesem Schuljahr dabei sein: Zwei aus Burtenbach und vier aus Ichenhausen. In Burtenbach steht nach theoretischem Unterricht im Klasszimmer der Besuch eines Milchviehbauernhofes an. Obwohl nur Landkinder die Burtenbacher Grundschule besuchen, ist vielen von ihnen der Bauernhof fremd. Woher die Milch, der Joghurt, die Sahne kommen, die sie regelmäßig zu sich nehmen, können sich die Kinder oft nur vage vorstellen.
Im wenige hundert Meter vom Schulhaus entfernten Bohnacker-Hof erklären Hausherr Bernhard Bohnacker und seine Fachangestellte Christiane Weil den Kindern in zwei Gruppen, wie ein moderner Milchviehbetrieb funktioniert. Da gibt es nicht nur die Kühe als Milchlieferanten. Ein Bauernhof benötigt noch viele weitere Komponenten, um zu funktionieren, erfahren die Kinder auf ihrem Rundgang. Die Tiere benötigen laufend Futter, das der Bauer auf den Wiesen und Äckern anbauen muss: Gras und Mais. In großen Fahrsilos wird das Futter verpresst und haltbar gemacht. Außerdem brauchen die Kühe Kraftfutter. Um die riesigen Futtermengen – eine Kuh frisst allein etwa 40 Kilogramm Silage am Tag – in der richtigen Menge und der perfekten Mischung zu den Rindern zu bringen, steht auf dem Hof eine Futtermischmaschine.
Insgesamt etwa hundert Tiere müssen auf dem Hof versorgt werden, von den neugeborenen Kälbchen bis zur altgedienten Milchkuh.
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