Rettenbach Erfolgreiche Familienunternehmen haben in ihrer Unternehmensgeschichte oft eins gemeinsam – eine lange Tradition. Doch welche Werte verbergen sich hinter dem Begriff? Tradition steht im allgemeinen Sprachgebrauch für eine Sitte, einen Brauch und für Dinge, die sich über eine lange Zeit bewährt haben. So ist es auch bei der Firmengeschichte und der Philosophie von Reflexa. Seit mehr als 50 Jahren steht der Name Reflexa aus Rettenbach für traditionell langlebige und qualitativ hochwertige Produkte.
Am wichtigsten sind die Menschen
Firmengründer und Inhaber Hans Peter Albrecht sieht sein Hauptaugenmerk aber nicht nur auf seinen Produkten. Am wichtigsten sind die Menschen, die hinter den Produkten und ihrem Erfolg stehen. Der Mensch als Mittelpunkt unternehmerischen Denkens: Dieses Motto durchzieht die komplette Firmenphilosophie. Jenes Engagement wurde im September 2011 mit dem Förderpreis „Beruf & Familie 2011 - 2013“ des Landkreises Günzburg gewürdigt. Albrecht selbst ist Senator im Senat der Wirtschaft und engagiert sich dort tatkräftig für einen fairen und ökohumanen Wirtschaftsstandort Deutschland.
Auch bei der Wahl der Geschäftspartner trifft Reflexa seine Wahl nach sozial verträglichen Gesichtspunkten und weniger nach marktwirtschaftlichen Regularien. Bei den Kooperationspartnern des Sonnenschutzherstellers sollte der Mensch auch im Mittelpunkt des Schaffens stehen. Ein Paradebeispiel dafür ist das Dominikus-Ringeisen-Werk.
Die 1884 von Dominikus Ringeisen gegründete Einrichtung widmet sich mit christlicher Verantwortung unter anderem der Beheimatung, Pflege und Betreuung, Förderung, Erziehung, Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Bei diesen Aufgaben steht stets der Mensch mit seinen besonderen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Mit diesem ganzheitlichen Konzept bietet das Dominikus-Ringeisen-Werk seinen Bewohnern eine stabile Lebensbegleitung. Insgesamt befinden sich bayernweit 4000 Menschen in Betreuung. Diese können ihren individuellen Fähigkeiten und Begabungen entsprechend einer Beschäftigung nachgehen und somit Abwechslung in ihren Lebensalltag bringen.
In den Werkstätten für behinderte Menschen können sich die Bewohner einen zweiten Lebensraum schaffen. Der materielle Nutzen steht in diesen Werkstätten nicht im Vordergrund. Das, was zählt, ist die Abwechslung im Alltag der Bewohner, die trotz ihrer Einschränkungen ihre Herzlichkeit und Lebenslust in alle Bereiche ihres Lebens tragen.
Um diesen Werkstätten die Existenz zu erleichtern, bedarf es Unternehmen mit der Bereitschaft, Aufgaben an eine wohltätige Einrichtung auszulagern. Reflexa lässt bisher in den Werkstätten für behinderte Menschen am Stammsitz des Dominikus-Ringeisen-Werkes in Ursberg Teile konfektionieren, bedrucken und verpacken. Über eine Ausweitung der Kooperation wird bereits verhandelt.
Reflexa-Betriebsleiter Manfred Gross hat die Kooperation zwischen dem Dominikus-Ringeisen-Werk und dem Sonnenschutzhersteller vor nunmehr sechs Jahren in Leben gerufen. In dieser Zeit ist aus zwei unterschiedlichen Traditionen eine gemeinsame Tradition geworden – die Tradition einer gesellschaftlich und wirtschaftlich wertvollen Kooperation. (pm)