Im März rollen die Bagger an. Die türkische Privatschule Vision in Scheppach baut an. Neben dem bestehenden Gebäude, dem ehemaligen BRK-Haus, entsteht ein vierstöckiger Anbau.
Auf zwei Stockwerken sollen nach Angaben von Geschäftsführer Mehmet Pekince Unterrichtsräume entstehen, auf den anderen beiden Stockwerken kommen die Räume für die Internatsschülerinnen unter.
Derzeit werden in der Privatschule 113 Schülerinnen unterrichtet – fast alle wohnen auch im Internat. Künftig ist laut Pekince Platz für 350 Schülerinnen, die in der Privatschule unterrichtet werden können. Im Internat könnten dann mehr als 200 Mädchen wohnen. Die Kosten für den Anbau betragen circa fünf Millionen Euro.
Als 2009 bekannt wurde, dass sich die türkische Privatschule in Scheppach ansiedelt, gab es viele kritische Stimmen. Vollkommen sind sie noch nicht verstummt. Pekince: „In manchen Köpfen gibt es immernoch Ängste.“ Doch die Skepsis wird geringer. Die Menschen haben gesehen, meint Pekince, dass sich ihre Befürchtungen nicht bewahrheiten. „Wir sind eine ganz normale Schule“, betont er.
Das nächste Projekt ist auch schon in Planung. In Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde soll eine Sporthalle entstehen. Pekince schätzt, dass der Hallenbau aber wohl erst im Jahr 2015 in Angriff genommen wird.
„Die Schule ist angekommen, das spürt man auch in der Bevölkerung“, sagt Jettinges Bürgermeister Hans Reichhart. Er gibt zu, dass zu Beginn sowohl die Bevölkerung als auch die Verwaltung skeptisch gewesen sei, als die Pläne über die Ansiedlung der türkischen Privatschule bekannt wurden. Das sei nun vorbei. „Es ist ein offenes Miteinander. Man achtet sich gegenseitig“, sagt er.