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Gemeinderat II: „Wenn der Bauherr es wünscht, rollen Bagger“

Gemeinderat II

„Wenn der Bauherr es wünscht, rollen Bagger“

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    Auf diesem Acker zwischen Bubesheim (im Hintergrund) und Schneckenhofen könnte bald ein See entstehen. Einwände der Gemeinde und private Klagen konnten die Genehmigung des Kiesabbaus nicht verhindern.
    Auf diesem Acker zwischen Bubesheim (im Hintergrund) und Schneckenhofen könnte bald ein See entstehen. Einwände der Gemeinde und private Klagen konnten die Genehmigung des Kiesabbaus nicht verhindern. Foto: Foto: Sandra Kraus

    Bubesheim Jetzt steht dem Kiesabbau zwischen Bubesheim und Schneckenhofen in Höhe eines Fahrsilos nichts mehr im Weg. Nachdem der Bauantrag im März 2002 im Gemeinderat Bubesheim mit 2:8 Stimmen abgelehnt worden war, ruhte das Abbauprojekt viele Jahre. 200000 Kubikmeter Kies sollten auf circa sechs Hektar Wiesen- und Ackerland in 2,50 Meter Tiefe abgebaut werden.

    2008, so Bürgermeister Walter Sauter, kam wieder Bewegung in das Verfahren. Seit 2010 sei nun das Planfeststellungsverfahren durch das Landratsamt als Genehmigungsbehörde rechtskräftig. Sämtliche Einwände der Gemeinde gegen den Kiesabbau, wie die Veränderung der Grundwasserströme, den zunehmenden Verkehr durch den Kiesabtransport und die Beeinflussung der landwirtschaftlichen Flächen in der Nähe des Abbaugebiets seien abgeschmettert worden. Auch von privater Seite vor Gericht vorgebrachte Klagen seien jetzt ebenfalls rechtskräftig abgelehnt worden, informierte Sauter.

    „Wenn der Bauherr es wünscht, rollen morgen die Bagger“, sprach der Bürgermeister im Gemeinderat Klartext und versprach: „Kein Kieslaster wird über Gemeindestraßen fahren, auch die Feldwege haben wir im Blick.“

    Eine Signalwirkung für Nachbargrundstücke befürchtete Gemeinderat Georg Linder (CSU): „Es wird nicht bei einem Loch, das noch zu verkraften wäre, bleiben. Die Position der Gemeinde bei Erweiterung der Abbaufläche ist denkbar schlecht.“

    Im Nachhinein wird allgemein bedauert, keine Flächen für Kiesabbau im Flächennutzungsplan vorgesehen zu haben. So musste die Gemeinde damit rechnen, mit ihrem Nein nicht durchzukommen. Deshalb wäre es manchen Gemeinderäten lieber, wenn für die jetzt aktuellen Windkraftanlagen ein Gebiet auf Bubesheimer Flur ausgewiesen wäre. „Sonst muss wieder dort genehmigt werden, wo ein Investor will“, meinte zweiter Bürgermeister Rainer Finkel. (sawa)

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