Freitag, 24. Mai 2013

04. Mai 2012 20:28 Uhr

Vöhringen

60 Jahre und kein bisschen müde

Kirche Katholischer Frauenbund feiert Jubiläum. Festmesse in der Pfarrkirche Von Ursula Katharina Balken

Zwei Puppenkleidchen sind Erinnerung an die Zeit, in der Mitglieder des Frauenbundes emsig nähten. Denn mit dem Verkaufserlös wollten sie den Bau des ehemaligen Pfarrzentrums Josef-Cardijn-Haus unterstützen. Im Bild von links Sofie Fuchs und Ingrid Schlenz.
Foto: Ursula K. Balken

Von Ursula Katharina Balken

Sie sind bei allen kirchlichen Anlässen präsent, sie tun Gutes in aller Stille, machen wenig Lärm um sich selbst und sind aus dem Vöhringer pfarrlichen Leben nicht wegzudenken. Die Mitglieder des Katholischen Frauenbundes feiern Geburtstag. Morgen, Sonntag, 6. Mai, steht das 60. Gründungsfest ins Haus. Eröffnet wird das Jubiläum mit einer Festmesse um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche. Dann schließt sich im neuen Pfarrheim ein Mittagessen mit einer gemütlichen Runde an.

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Ein Blick in die Chronik zeigt, dass sich 1952 Frauen aus Vöhringen um Maria Mölter zusammenschlossen. Sie fanden, „dass es an der Zeit war, hier in Vöhringen eine Gemeinschaft von Frauen zu bilden“. Den Katholischen Frauenbund gab es in Deutschland seit Beginn des vorigen Jahrhunderts. Die Vöhringer Frauen entschlossen sich, sich dieser kirchlichen Vereinigung anzuschließen. 1965 hatte sich in Vöhringen der „Mütterkreis“ gebildet, eine unabhängige Gruppe von Frauen innerhalb der St. Michaelspfarrei. 1968 schloss sich der Kreis dem Katholischen Frauenbund an. Seit 1972 bestand die Bücherei St. Michael und schon war ein Aufgabenfeld gefunden, in das sich die Frauen einbrachten. Sofie Fuchs führte den Mütterkreis, der wegen seiner vielfältigen Aktivitäten im Laufe der Jahrzehnte auch mit der „Silberdistel“ unserer Zeitung ausgezeichnet wurde.

Es bildeten sich immer mehr Gruppen unter dem Dach des Frauenbundes. So gab es die Älteren Gruppe und den Frauenkreis, der sich etwas Besonderes vorgenommen hatte. Er gründete den Besuchsdienst im Caritas-Altenheim – heute das Caritas-Centrum Vöhringen.Eine wichtige Einrichtung wurden die Mutter-Kind-Gruppen, heute Eltern-Kind-Gruppen genannt.Heute strukturiert sich der Frauenbund in Vöhringen aus folgenden Gruppen: Der Frauenkreis wird von Helga Puscher geführt. Religiöse Vorträge bilden den Mittelpunkt der Arbeit. Der Mütterkreis wird von Sofie Fuchs geleitet und widmet sich religiösen Themen, aber befasst sich auch mit Gesundheit, Erziehung, Politik und Ernährung. Die Renate-Gruppe mit Renate Braig arrangiert Kochvorführungen, pflegt aber auch die Kultur, man geht gemeinsam ins Theater.

Die „Neue Frauengruppe“ wird gemeinsam von Gisela Walk und Christine Schulte geleitet. Viel Wert wird auf Geselligkeit gelegt, aber auch Stadtführungen und Vorbereitungen auf den Weltgebetstag gehören zum Programm. Karin Fahl führt die „Jungen Frauen“ mit ähnlichen Zielsetzungen, wie die übrigen Gruppen sie haben. Es gibt dann noch die Patchwork-Gruppe, in der wird Handarbeit groß geschrieben. Die Produkte sind für den Eigenbedarf bestimmt oder für einen sozialen Zweck. Palmbuschen für Palmsonntag binden, Kräutersträuße für das Fest Mariä Himmelfahrt arrangieren und während des Adventsmarktes das Café Sternenhimmel betreiben, sind Aufgaben, an denen sich alle Mitglieder des Frauenbundes beteiligen. Das Familienpflegewerk steht auch unter Obhut des Frauenbundes.

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