von Otto Mittelbach
Knapp an der Grenze zwischen Regglisweiler und Weihungszell, auf einem Teil der Bauschuttdeponie Beckenghau der Stadt, entstand in den letzten Wochen eine Fotovoltaikanlage. Fast 6 000 Module wurden installiert, die zusammen eine Leistung von 1,457 Megawatt Strom erzeugen können.
Während ein weiterer Deponieteil noch normal in Betrieb ist, war die südlich gelegene Fläche bereits kultiviert und für das Vorhaben vorbereitet. Wie Christoph Koßbiehl, Amtsleiter für den Fachbereich Bauen bei der Stadt Dietenheim mitteilt, wurden für die Aufstellung der Module zwei verschiedene Bauweisen angewandt: Im östlichen Teil des Geländes, dem abgedichteten Deponiebereich, der aus Lehmboden besteht, damit das Wasser abfließen kann, durfte der Grund nicht durchstochen werden. Dort wurde mit Auflast gearbeitet, das heißt, die Unterkonstruktion der Module wurde in Betonringe eingesetzt. Im westlichen Bereich sind die Stahlträger zwei Meter tief ins Erdreich gerammt worden.
Zur Sicherung wurden die Module mit Spezialschrauben befestigt. Diebstahlsicherung war überhaupt ein wichtiges Thema. So ist die ganze Anlage mit Maschendraht, und Stacheldraht darüber, eingezäunt.
Noch fehlt die Trafostation, die, falls es das Wetter zulässt, baldmöglichst geliefert werden soll, und die Übergabestation auf die Freispannungsleitung. Die 20-KV-Leitung, in die der Strom später eingespeist wird, verläuft relativ nahe am Gelände vorbei.
Für den Bau des Solarparks hat die Stadt Dietenheim einen rechtskräftigen Bebauungsplan erstellt, der 2011 genehmigt wurde. Relativ schnell funktionierte die Zusammenarbeit mit allen Behörden. Das Projekt wird als Eigenbetrieb „Erneuerbare Energien“ geführt. Dafür hat die Stadt als erste Rate einen Kredit von zwei Millionen Euro aufgenommen. Für den zweiten Bauabschnitt wurde jetzt nochmals ein Darlehen von 800 000 Euro seitens des Gemeinderats bewilligt. Die Ratenrückzahlung wird sich über 20 Jahre erstrecken.
Darüber hinaus betreibt die Stadt noch vier Dachanlagen mit Fotovoltaik, und zwar auf dem Feuerwehrhaus, am Bauhof, auf Kinderkrippe und Schule. Sie können zusammen fast 120 KW Strom erzeugen.