Bellenberg „Illertissen, jetzt bist du dran. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, forderte Siegfried Baum in der jüngsten Gemeinderatssitzung und bezog sich damit auf den geplanten Anschluss „Bellenberg/Illertissen Nord“ an die Autobahn A7. Auch Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller betonte: „Jetzt sind wir am Ball, der rollt jetzt und darf nicht mehr stehen bleiben.“ Denn Stefan Schaich äußerte die Befürchtung: „Ich habe Angst, dass in zehn Jahren immer noch nichts passiert ist. Immerhin sind seit den ersten Bestrebungen mehr als zwei Jahrzehnte vergangen.
Betlinshauser fürchten Lärmbelastung durch Variante 4
Die Gemeinde Bellenberg sieht dabei einvernehmlich in der Variante 4 die beste Lösung. Dazu wäre der Neubau einer Straße notwendig, die von der NU15 zwischen Betlinshausen und Bellenberg zur A7 verläuft. In einer gemeinsamen Informationsveranstaltung hatte auch Günther Thielemann vom Staatlichen Bauamt in Krumbach betont, dass diese Trasse wohl die größte Entlastung für alle bringe. Doch Bewohner von Betlinshausen sind gegen diese Variante, weil sie eine Lärmbelästigung fürchten.
Daher hat die Gemeinde Bellenberg nun eine optimierte Variante 4 entwickelt, die einen größeren Abstand zu Betlinshausen, aber auch das Biotop vom Südwesten Bellenbergs sowie der Lehmabbauflächen des Ziegelwerks und den Aussiedlerhof berücksichtigt. Die Prüfung dieser Trasse unter Berücksichtigung ihrer Machbarkeit und Kosten wurde nun im Gemeinderat einstimmig beschlossen. Auch wollen die Räte, dass untersucht wird, inwiefern die von der CSU bevorzugte Variante 3 westlich der A7 einen Mehrverkehr für Bellenberg bedeuten könnte.