Der neue Sender TV Au
bot die perfekte Fernsehschau
im Studio des Weikmannsaals
vollzog, drei Stunden lang, sich alls
wie‘m ZDF. Selbst „Wetten, dass“
verbreitete ’nen Riesenspaß.
Für Gottschalk stand Ersatz bereit,
und seine „Gaby“ hatte Zeit.
So lief, glanzvoll in Bild und Ton, ’ne echte „Häußler“-Produktion.
Zur Sendung war inkognito
die Intendanz als Putzfrau do.
Und wie beim Fernsehn so der Brauch,
’ne Stadtratsschelte gab es auch.
Da konzentriert sich gleich Margitta
auf die Kaiserin Marita.
Dass die Schultessin könnt gehn fand sie, ganz ehrlich, gar nicht schön.
„Sie wolln sich einfach so verpissen
und nix wie weg aus Illertissen?
Lassen Sie sich nicht erpressen.
Wie war das jüngst beim Weißwurst essen?
Da haben Sie doch glatt vergessen
den Senf zu zahl’n. Und sind stattdessen
aus dem Saale fortgegangen,
wohl um Stimmen einzufangen.“
Bei Groer ging´s um den Nachbarstreit
und (was hat se dann noch gsait)
er sei kein Tiss’mer, meint der Eisen.
Die Talkfrau aber könnts beweisen.
Sie hätt’, wär Groer nur da gewesen,
die Einbürg´rung ihm vorgelesen.
Da gab´s den Plan für Energie,
dazu als Putzfrau sagte sie:
„Ihr könnt solaren Strom ja nutzen,
doch wer soll die Module putzen?“
Das Thema ist schon abgehakt,
weil Doktor Piero, wie gesagt,
zu spät kam und damit auch fehlt’ als Stimmen man zusammenzählt’
Die CSU, zur Gartenstadt
sitzt glattweg ihren Hintern platt.
„Ein kleiner Garten ist doch da“,
frohlockend sagt es Margitta.
Der Bauhof-Biber hat studiert
und uns ’ne Anlag konstruiert,
in Schneckenform am Kreisverkehr, die macht doch auch was Schönes her.
Dann Pfisters Karin, Gudrun Doll
die schwammen durch den Pool ganz toll,
Olympia-London ist ihr Ziel,
dafür braucht es noch Training viel. Für Weikmann-Gaby schlug die Stund,
sie moderiert’ ’ne Talkshow-Rund. Ideen hat sie ja ganz viele,
den Auer Kiga auch zum Ziele.
Der ist der schönst im ganzen Land
mit schönsten Kindern, wie bekannt.
Gar manches andre ward gerügt,
der Kreisverkehr so nicht genügt, man müsst noch eine Spur mehr machen,
für Gradausfahrer, s’ist zum Lachen.
Durchs Kirchendach da regnets rei, O Althoff, hol´doch Hilf herbei!
Der Ausweg wär’, ganz auf die Schnelle
ein Schirmverleih für alle Fälle,
dass Köpf und Füß nicht werden nass,
wenns Wasser tropft ohn’ Unterlass.
Natürlich hat man auch gesungen
und Werbespots war’n wohlgelungen.
Zum Abspann die Margitta dann
bei zwanzig Helfer aufzähln kann, die mitgemacht oft mit viel Müh
beim Arewa und Arewi.