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Dorferneuerung: Ein Haufen guter Ideen

Dorferneuerung

Ein Haufen guter Ideen

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    Über die Bayernstraße in Jedesheim wird schon lange diskutiert. Die Arbeitskreise zur Dorferneuerung haben sich dazu ebenfalls einige Gedanken gemacht.
    Über die Bayernstraße in Jedesheim wird schon lange diskutiert. Die Arbeitskreise zur Dorferneuerung haben sich dazu ebenfalls einige Gedanken gemacht. Foto: Foto: ch

    Illertissen Das war schon mal eine konkrete Ansage: „Wenn sich die Jedesheimer einig sind, wie man das mit der Bayernstraße lösen kann, dann werden wir nicht auf die Dorferneuerung warten, sondern gleich was machen.“ Diesen Satz von Bürgermeisterin Marita Kaiser, gesprochen in der jüngsten Stadtratssitzung, nahm Anke Kritzler als Zusage. Sie ist die Sprecherin der fünf Arbeitskreise zur Dorferneuerung in Jedesheim und versicherte postwendend, dass sich die Bürgerinnen und Bürger des Ortes schon einig werden würden.

    Bei jeder Sitzung der Arbeitsgruppen sei die viel befahrene Straße Thema gewesen. Kein Wunder, denn schon seit vielen Jahren wird darüber debattiert, wie sie sich entschärfen lässt. Bei der Ideensammlung zur Dorferneuerung, die jetzt dem Stadtrat präsentiert wurde, stand die Bayernstraße deshalb ganz oben auf der Liste.

    Kritisiert wurden unter anderem die Geschwindigkeit der Fahrzeuge auf dieser Strecke, der als gefährlich empfundene Kreuzungsbereich Bayernstraße/Illertissener Straße sowie der fehlende durchgängige Gehweg. Aus den Arbeitskreisen kam die Anregung, Fußgängerbereich und Fahrbahn durch einen Grünstreifen zu trennen.

    In 20 Sitzungen haben die fünf Arbeitskreise eine umfangreiche Ideenliste erbrütet, die im Stadtrat schon allein wegen ihrer Fülle allgemein gelobt wurde. Hier ein Auszug:

    l An verschiedenen Stellen im Ort sind nach Ansicht der Ausschüsse zu viele Flächen versiegelt. Beispielsweise am Marienplatz, dem „schönsten Platz im Ort“, wie Anke Kritzler findet. Der sei von großen Parkflächen geprägt und solle noch besser zum Mittelpunkt gemacht werden. Aus den Arbeitskreisen kam die Anregung, dort einen Brunnen aufzustellen oder einen Wasserlauf zu schaffen, mehr Grün zuzulassen und möglicherweise ein Mehrgenerationenhaus zu errichten. In dem könnten Ferienbetreuung, Mittagessen, Vorträge oder Fortbildungen angeboten werden.

    l Der Lindenberg solle attraktiver für Spaziergänger und Erholungsuchende werden. Deshalb könnte dort der Bewuchs zurückgeschnitten werden, um die Aussicht über das Dorf und die Landschaft freizumachen.

    l Ein großes Thema waren allgemein die Gehwege im Ort, die oftmals nicht durchgängig sind. Zudem müssten die Wege über die Staatsstraße verbessert werden, nicht zuletzt wegen der Schüler. Heidi Ritsche-Thoma (FWG) regte an, noch einmal zu prüfen, ob es möglich sei, beim Übergang zur Firma Wölpert eine Bedarfsampel, also eine mit Druckknopf, zu installieren. Wie die Bürgermeisterin sagte, könnte die Dorferneuerung als „Druckmittel“ beim Staatlichen Bauamt funktionieren, wenn der Bedarf erneut bestätigt werde.

    l Die Gaststätte in der Gemeindehalle, die von den Jedesheimern nicht angenommen werde, solle laut Anke Kritzler möglicherweise aufgegeben werden, zumal dort einiger Renovierungsbedarf bestehe. Die Räumlichkeiten würden dann für andere Zwecke umgebaut werden.

    l Weitere Ideen: die verschiedenen „Gängle“ durch den Ort sollten erhalten und instand gesetzt werden; entlang der Autobahn wird eine Lärmschutzwand gewünscht; der bisher reichlich kahle St. Meinrad-Weg nach Illertissen könnte in eine Allee umgewandelt werden; nahe der Schule wurde ein „Wohnpark für Tiere“ vorgeschlagen. (hip)

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