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Immobilienpolitik in Babenhausen: Ein Minus von 3,7 Millionen Euro

Immobilienpolitik in Babenhausen

Ein Minus von 3,7 Millionen Euro

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    In die Sanierung des Fahrenschonhauses (links) und des Gasthauses Rössle (Mitte) hat der Markt Babenhausen viel Geld investiert. Das Meisingerhaus (rechts) hat die Gemeinde wieder verkauft, aber mit Verlust.
    In die Sanierung des Fahrenschonhauses (links) und des Gasthauses Rössle (Mitte) hat der Markt Babenhausen viel Geld investiert. Das Meisingerhaus (rechts) hat die Gemeinde wieder verkauft, aber mit Verlust. Foto: Eva Büchele

    Von Eva Büchele

    Babenhausen Insgesamt fast fünf Millionen Euro hat der Markt Babenhausen seit 1980 in Immobilien investiert. Dem gegenüber stehen Einnahmen von 1,4 Millionen Euro. Das ergab eine Auflistung, die Bürgermeister Otto Göppel anfertigen ließ, nachdem Carlo Di Ruzza ihn bei der Bürgerversammlung darum gebeten hatte. Di Ruzza ging es um die Objekte Gasthaus Krone, Molkeareal, Rasthaus, Meisingerhaus, Kleinheinzhaus, Fahrenschonhaus, Rössle und Wiethaler-Gebäude.

    Göppel betonte in einem Gespräch mit Di Ruzza und der IZ, die Zusammenstellung habe mehrere Tage in Anspruch genommen. „So etwas können wir nicht regelmäßig machen. Dafür haben wir im Rathaus nicht die Personalkapazität“, stellte er klar. Jeder Bürger habe ein Recht, Sitzungsprotokolle, Haushalte und Jahresrechnungen einzusehen. Aber sollten künftig ähnliche Anfragen eingehen, müssen sich die Bürger die Zahlen laut Göppel selbst zusammensuchen.

    Da Di Ruzza aber für sein Anliegen Unterschriften gesammelt hatte, machte Göppel eine Ausnahme. Im Gespräch erklärte der Rathauschef auch, warum die jeweiligen Gebäude gekauft wurden – zumindest, soweit es ihm möglich war. Denn einiges war schon entschieden worden, als Göppel noch nicht im Amt und auch noch nicht im Marktrat war.

    Das Gasthaus Krone, das Rasthaus und das Molkeareal habe der Markt gekauft, um dort ein Bürgerhaus zu errichten, so Göppel. Letztendlich habe sich die Idee aber im Sande verlaufen.

    Das Meisingerhaus wurde gekauft, um die Kurve Tiroler Straße/Rechbergstraße zu entschärfen. Doch dann wurde das Haus unter Denkmalschutz gestellt, im Dachstuhl befindet sich laut Göppel schützenswertes, altes Gebälk. Schließlich verkaufte der Markt das Haus für 3000 Euro an den Historischen Verein. Dieser will nun ein Haus der Geschichte einrichten und sucht derzeit noch Spender und Sponsoren.

    Kleinheinzhaus und das Wiethaler-Gebäude wurden – so vermutet Göppel – gekauft, um dort Parkplätze zu errichten. „Damals versuchten die Markträte, den Plus-Markt im Zentrum zu halten“, so die Erklärung des Bürgermeisters. Laut einer Studie wären dafür Parkplätze nötig gewesen. Beide Gebäude wurden abgerissen und auf dem Wiethaler-Gelände gegenüber vom Rössle befinden sich mittlerweile über 20 Parkplätze.

    Nachdem der Bürgermeister die Zahlen vorgestellt hatte, zeigte sich Di Ruzza zufrieden: Es sei ihm wichtig, dass alle Bürger diese Information bekommen.

    Mehr lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der Illertisser Zeitung.

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