Startseite
Icon Pfeil nach unten
Illertissen
Icon Pfeil nach unten
Unterroth
Icon Pfeil nach unten

Rat: Einen Windpark zu zweit

Rat

Einen Windpark zu zweit

  • |
  • |
  • |
    An den Gemarkungsgrenzen von Unterroth und Oberroth können sich die beiden Rothtal-Gemeinden einen gemeinsamen Windpark vorstellen. Die Gemeinden haben bereits Partnerschaftserfahrung mit ihrer gemeinsamen Kläranlage.
    An den Gemarkungsgrenzen von Unterroth und Oberroth können sich die beiden Rothtal-Gemeinden einen gemeinsamen Windpark vorstellen. Die Gemeinden haben bereits Partnerschaftserfahrung mit ihrer gemeinsamen Kläranlage. Foto: Foto: zg

    Unterroth Von den drei im Regionalplan Donau-Iller vorgeschlagenen Standorten für Windräder befürwortet der Gemeinderat Unterroth eine Grenzregion zu Oberroth zur Errichtung einer gemeinsamen Anlage mit dem Nachbarort. Auf diese Lösung einigten sich die Räte einstimmig.

    Viel Spielraum lässt der Regionalplan Donau-Iller mit aufgezeigten Standortmöglichkeiten dem Dorf nicht, da diese Flächen durchgängig im östlichen Hangbereich liegen und sich daher für Windräder schlecht eignen.

    Schutzgebiet für Uhus und Roten Milan scheidet aus

    Das mit NU8 gekennzeichnete Gebiet ist gemeinsame Grenzregion von Unterroth und Buch, wobei die nördliche Marktgemeinde für dieses naturgeschützte Areal bereits ihr Nein ausgesprochen hat. Das Gebiet wird von Uhus bevölkert und der Rote Milan hat dort seine Nistplätze. Buch hat dafür sogar Flächen aufgekauft. Daher ist es für Unterroths Bürgermeister Gerhard Struve keine Frage, dem Gebiet seine Schutzwürdigkeit zuzugestehen.

    Im Grenzgebiet könnte es funktionieren

    Des Weiteren sind eine kleinere und eine größere Fläche in Richtung des südlichen Nachbarn Oberroth mit NU9 ausgewiesen. Die Räte sprachen sich für ein Stück Land gleich neben dem größeren Areal aus, welches direkt an die Oberrother Flur grenzt. In Absprache mit Bürgermeister Erwin Reiter könnte im Grenzgebiet gegebenenfalls ein gemeinsamer Windpark entstehen, finanziert mit Bürgerbeteiligung.

    Die Windhöfigkeit wird dort auf 5,75 bis 6,0 geschätzt, doch für eine realistische Einschätzung müssten an dem Standort zwei Jahre lang Messungen durchgeführt werden, so die Empfehlung der Experten. Struve: „Es kann mal ein flaues Jahr geben und ein windiges, daher ist ein längerer Zeitraum sinnvoll.“

    Die dort infrage kommende Fläche ist eben und nicht bewaldet. Weiter gelte es zu bedenken, wie der Strom abgenommen werden kann, denn das nächste Umspannwerk befinde sich im Altenstadter Ortsteil Untereichen. All diese Fragen sollten im Rahmen einer Bürgerversammlung geklärt werden. Es gebe verschiedene Finanzierungsmodelle für eine Bürgerbeteiligung, und auch über die Erschließung müsste gesprochen werden.

    Als nächste und umfassende Informationsquelle empfiehlt der Gemeindechef seinen Unterrothern und ebenso Oberrother Nachbarn die Sonderveranstaltung der Volkshochschule im Dorfzentrum Buch. „Jetzt läuft das informelle Verfahren, im Sommer kommt das formelle mit Berücksichtigung der Kriterien“, so Struve, dann beginnt der Kampf der Investoren um Flächen.“

    VHS-Veranstaltung „Energiewende – quo vadis: Windräder im Rothtal. Mittwoch, 7. März, 20 Uhr, Dorfzentrum Buch

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden