Von Eva Büchele
Kettershausen/Kirchhaslach Im Kühlschrank befand sich hauptsächlich Magerquark. „Meine Frau war damals auf Diät“, erzählt Alexander Walter. Ganz nach MacGyver-Manier versuchte der Kettershauser, aus den kalorienarmen Zutaten das Beste zu basteln, nämlich eine schmackhafte Torte. Er brauchte einige Anläufe und heraus kam die Hawaii-Torte: Magerquark, Joghurt, Früchte und Götterspeise auf Biskuitboden.
„Das ist eine frische und fruchtige Torte“, sagt er. Aus dem Rezept hat er lange ein Geheimnis gemacht. Doch nun lüftet er es im Zuckerguss-Heft, das am Dienstag, 20. März, erscheint.
Auch Margit Grauer aus Olgishofen, die Initiatorin des Feierabendkreises im Frauenbund Kirchhaslach, hat ein Rezept eingereicht. Für ihre Kinder und Enkel backt sie am liebsten. Ihr Mann, so bedauert sie, mag keine Torten. „Als die Kinder noch zu Hause gewohnt haben, habe ich jeden Freitag zwei Kuchen gebacken“, erzählt die 63-Jährige. Besonders gerne verziert sie Torten. Aber für die vier Enkel gibt es meist was Kleines auf die Hand, zum Beispiel Puddingschnecken. Das Rezept ist ebenfalls im Zuckerguss-Heft zu finden.
Fertigprodukte gibt es in der Küche von Margit Grauer nicht – sogar Nudeln macht sie selbst.
Selbst gemachtes ist auch in Emmi Kellers Augen das Beste. Und deshalb kommt auf ihre Zitronen-Sahnecreme-Torte das selbst gekochte Quittengelee. Aber man könne für das Rezept, das im neuen Zuckerguss-Heft steht, auch jede andere helle Marmelade verwenden, sagt sie. Die Kettershauserin backt jedes Wochenende, häufig mit Früchten der Saison. „Ich bin ein großer Kaffeeliebhaber und mag gerne etwas Süßes dazu“, sagt sie.
Seit fast 37 Jahren ist sie nun verheiratet. Doch die Küche ist ihr Reich. Nur den Tortenteiler auf den Kuchen drücken – das ist Aufgabe ihres Mannes: „Der hat den bessern Blick dafür.“