Oberschönegg Zuhörer sind bei den Sitzungen des Oberschönegger Gemeinderats nicht alltäglich. Das Interesse von sechs Dietershofen Buben galt aber nicht etwa der Gemeindepolitik, sondern einem eigenen Anliegen:
Damit ihr Ball beim Kicken nicht mehr ins Weiherbachrohr neben dem Dietershofer Sportplatz hinein schwimmt, wünschten sich die Nachwuchsfußballer die Anbringung eines Gitters am Rohreingang. Mit 6:1 Stimmen beschloss das Ratsgremium die Montage von zwei Flachstahl-Bügeln. Bereits im Januar 2010 hat der Gemeinderat aus Sicherheitsgründen darüber diskutiert, den Übergang des Grabens in die Röhre mit einer Vergitterung zu sichern. Dies wurde damals mit einem Patt von 4:4 Stimmen abgelehnt. Der Grund: Das Gremium sah erhebliche Bedenken, dass das Gitter rasch verstopfen könne und das Wasser des Grabens dann über das Ufer treten wird. Auf Rückfrage beim Landratsamt hat Bürgermeister Fuchs erfahren, dass der Bereich beim Weiherbachrohr nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet sei. Deshalb bestehe an dieser Stelle für die Gemeinde keine Verkehrssicherungspflicht. Als Alternative zur Anbringung eines selbstreinigenden Gitters vor dem Rohr stellte Gemeindeoberhaupt Fuchs die Errichtung eines Ballfangzauns am Sportplatz vor. Dritter Bürgermeister Thomas Braun regte an, am Eingang zur Röhre eine Stange anzubringen, die das Abtreiben des Balles verhindert. Schließlich einigte sich das Gremium zur Montage von zwei Bügeln aus Flachstahl.