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Autorenlesung: „Habe als Kind schon geschrieben“

Autorenlesung

„Habe als Kind schon geschrieben“

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    Dr. Wolfgang Trips zeigt den Kindern das Bild zu seiner Geschichte „Der Baumzwerg“ aus dem Kinderbuch „Mein liebster Geschichtenschatz“ im Pfarrheim in Au.
    Dr. Wolfgang Trips zeigt den Kindern das Bild zu seiner Geschichte „Der Baumzwerg“ aus dem Kinderbuch „Mein liebster Geschichtenschatz“ im Pfarrheim in Au.

    Illertissen-Au „Neiiiiin“, rufen die 26 Kinder, als Gerda Birk, Büchereileiterin in Au, sie fragte, ob Dr. Wolfgang Trips eine Pause einlegen sollte. Die Pause gab es dann doch, mit dem Versprechen später weiterzulesen.

    Trips war im Rahmen der Veranstaltungen zum 90-Jährigen der Bücherei ins Pfarrheim Au gekommen, um aus den Kindernbüchern „Mein liebster Geschichtenschatz“ vorzutragen, in denen er 50 Prozent der Geschichten geschrieben hat. „Es war eine Auftragsarbeit“, erzählt Trips im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Verlag habe ihm ein Thema genannt oder ein Bild vorgelegt und dann habe er die Geschichte dazu erfunden. „Es hat unheimlich Spaß gemacht“, blickt er zurück.

    26 Kinder und fünf Erwachsene lauschten seinen Erzählungen über Ritter, Tiere und das Fliegen. 21 der jungen Zuhörer kamen aus dem Kindergarten Au, begleitet von ihren Erzieherinnen.

    „Meine Mama liest mir abends immer vor“, erzählt die fünfjährige Amelie. „Aber hier ist es auch gut“, findet sie. „Wir haben zufällig das Plakat gesehen und gleich gedacht, das hören wir uns mit den Kindern an“, sagt Erzieherin Franziska Bauer. „Er ist ja wie ein Nachbar für die Kinder. Sie kennen ihn“, meint die Erzieherin mit Blick auf den Autor.

    Früher Zahnarzt, heute Fachübersetzer

    Trips wohnt seit 25 Jahren in Au und kam zu Fuß zur Lesung. Er war bis 2000 als Zahnarzt tätig und arbeitet jetzt als Fachübersetzer. „Schreiben ist mein Hobby“, sagt Trips. Geschrieben habe er schon während der Schulzeit. Während der Bundeswehr und dem Studium habe er auch immer wieder Zeitschriften herausgegeben.

    Schließlich begann er ein Fernstudium über die Aspekte des Schreibens, mit dem er sein Hobby vertiefen wollte. Während dieses Studiums entstand 1999 sein erstes Buch „Saladins Ring“, ein Fantasybuch für Zehn- und Elfjährige. Es folgten zwei historische Romane und 2006 dann die Kinderbücher, aus denen er am Mittwoch vorlas. Es sind Kurzgeschichten unter anderem über das Fliegen und das Dampfschiff, über Ritter und Tiere. Manche Geschichten, wie die des „Tom Tropf“, in der ein Tropfen den Wasserkreislauf erlebt, vermitteln den Zuhörern Wissenswertes.

    Das Publikum machte begeistert mit, die Hände schossen bei Fragen in die Höhe und bei lustigen Geschichten wurde laut gelacht, besonders bei dem Bild des Riesenzusels. Trips lief immer wieder durch die Reihen und zeigte ihnen die passenden Bilder zur Erzählung. Auch der zehnjährigen Laura Gehring aus Au hat es gut gefallen.

    Dieses Lob sagt viel aus, denn die angehende Fünftklässlerin verschlingt normalerweise schon Bücher wie „Die drei Fragezeichen“ und „Harry Potter.“ “Ich lese, weil es Spaß macht und wer viel liest, weiß auch mehr“ sagt sie. Wolfgang Trips gibt den kleinen noch einen Rat mit auf den Weg. „Wenn euch mal eine Geschichte einfällt, dann schreibt sie auf.“ Die Lesung ist sehr gut angekommen – bei den Kindern und auch Gerda Birk freut sich. „Es waren so viele Kinder da. Was will man mehr?“ (kb)

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