Kettershausen Neue Baugebiete und die Sanierung der Turnhalle waren Themen, die bei der Bürgerversammlung in der Gemeindehalle in Kettershausen für Diskussionen (siehe zweiten Bericht) sorgten. Doch bevor Bürgermeisterin Gabriele Janowsky den Bürgern das Wort erteilte, legte sie vor den rund 70 Besuchern ihren Rechenschaftsbericht ab. „Wir haben viel erreicht“, resümierte sie. So sei für die ganze Gemeinde das schnelle Internet realisiert worden. Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet in Zaiertshofen sollen im Mai beendet sein. Ein Bebauungsplans für das Baugebiet „Kirchenäcker“ in Kettershausen mit rund 30 Bauplätzen wurde in Auftrag gegeben.
Die Sanierung der Grundschule und Turnhalle ist im vergangenen Jahr planerisch in Angriff genommen worden. Die Maßnahmen umfassen in der Turnhalle die Dacherneuerung am Anbau, den Sanitärbereich, den Austausch der Glasbausteine und neue Fluchttüren. Im Schulgebäude sollen unter anderem ebenfalls Fluchttüren eingebaut und die Toiletten erneuert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 360000 Euro. Janowsky berichtete weiter von der im November stattgefundenen Kamerabefahrung des Tiefbrunnens. Diese habe gezeigt, dass der Brunnen aufgrund Versottung regeneriert werden müsse. Bei einem optimalen Verlauf sei mit einer Regenerationsdauer von 40 bis 56 Stunden zu rechnen. Es können aber Zwischenfälle auftreten, so die Bürgermeisterin. Eine Fachfirma habe der Gemeinde deshalb geraten, angesichts „der nicht gänzlich zu eliminierenden Risiken es zu bevorzugen, die Regenerierung erst nach der baldigen Schaffung eines zweiten Standbeines durchzuführen“.
In Kettershausen wird mehr Strom erzeugt, als verbraucht
Im Gemeindegebiet wurden 2010 durch erneuerbare Energien wie Biomasse, Solar und Wasserkraft rund zwölf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Der Verbrauch der Gemeinde lag bei knapp fünf Millionen Kilowattstunden.
„Windkraft haben wir in unserer Gemeinde noch nicht und nun stellt sich wie überall die Frage, wo weht der Wind in Kettershausen?“, erinnerte Janowsky an die Infoveranstaltung zu diesem Thema, bei der verdeutlicht wurde, dass Windkraft nur mit Bürgerbeteiligung realisierbar sei. Flächen am Sandberg mit 39Hektar und in der Schwende mit acht Hektar sind in Kettershausen als Vorranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen worden.
Für die Pflege von Gräben seien nun alle betroffenen Grundstücke erfasst. Die Eigentümer könnten angeschrieben werden. „Ich hoffe, dass wir von allen eine positive Rückmeldung erhalten und die Gräben in naher Zukunft einheitlich und dauerhaft gepflegt werden können“, betonte Janowsky.
Für einige Ortsstraßen, wie die „Alte Straße“ in Kettershausen, die Straße von Zaiertshofen Richtung Tafertshofen und Mohrenhausen, stehen Ausbesserungsarbeiten an. Zudem müsse die Günz-Brücke an der Mühlstatt gerichtet werden. Das Ergebnis der Globalberechnung für die Neuberechnung einer Entwässerungssatzung soll spätestens Anfang Juni den Bürgern vorgestellt werden. Zudem informierte die Bürgermeisterin über die geplanten Aktionen zur 850-Jahr-Feier der Gemeinde im Juli mit historischem Lagerleben, Feuerwerk sowie Ausstellungen. Sie bat die Bürger, sich an Vorbereitungen aktiv zu beteiligen.