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Energie: Hier könnte Ihr Windrad stehen

Energie

Hier könnte Ihr Windrad stehen

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    Laut dem neuen Windatlas des TÜV Süd ist das Gebiet „Hölsen“ nordöstlich des Kirchhaslacher Ortsteils Herretshofen in Richtung Gemarkungsgrenze Hairenbuch für die Errichtung von Windkraftanlagen attraktiv.
    Laut dem neuen Windatlas des TÜV Süd ist das Gebiet „Hölsen“ nordöstlich des Kirchhaslacher Ortsteils Herretshofen in Richtung Gemarkungsgrenze Hairenbuch für die Errichtung von Windkraftanlagen attraktiv. Foto: Foto: clb

    Kirchhaslach Laut dem neuen Windatlas des TÜV Süd sind innerhalb der Gemeinde Kirchhaslach zwei Standorte für Windnutzung attraktiv. „Wenn im Greuth eine Windkraftanlage errichtet wird, sollten nicht fremde Investoren davon profitieren, sondern die Bürger selbst dahinter stehen“, wünschen sich Bürgermeister Franz Grauer und die Gemeinderäte. Allerdings muss die Umsetzung eines solchen „Mammut-Projekts“ gut geplant sein, erkannten die Besucher einer Informationsveranstaltung im Bürgerheim.

    Die Karte des TÜV Süd zeige, dass der „Hölsen“ nordöstlich von Herretshofen Richtung Gemarkungsgrenze Hairenbuch im begünstigten Bereich liege, informierte das Kirchhaslacher Gemeindeoberhaupt. Auch an der Olgishofer „Schwende“ seien Windgeschwindigkeiten von 6 bis 6,5 Metern pro Sekunde prognostiziert. Hier handle es sich aber um ein eher ungünstiges Waldgebiet. Die Gemeinde habe deshalb nur die Fläche „Hölsen“ an den Regionalverband Donau-Iller als geeignet gemeldet. „Nur wenn Interesse an einem Bürgerwindrad besteht, werden wir eine Vorrangfläche ausweisen“, stellte Grauer klar heraus. Die Bewohner des Greuth sollten sich Gedanken machen, ob sie die Nutzung von Windenergie wünschen und mittragen. Nur dann können Wertschöpfung und Gewinne daraus in der Gemeinde bleiben.

    In welcher Form dies möglich ist, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz, Helmut Graf. Die mit der Stilllegung der deutschen Kernkraftwerke bis Ende 2022 von der Regierung geplante Energiewende sei gesellschaftlich notwendig. Mit Genossenschaft und GmbH & Co. KG stellte Graf mögliche Unternehmensformen für die Errichtung von Windkraftanlagen vor.

    „Windenergie auf dem Land hat nach wie vor großes Potenzial und ist die kostengünstigste unter den erneuerbaren Energieformen“, verdeutlichte der Referent Anton Paulus. Als geprüfter Bilanzbuchhalter, Geschäftsführer, Mitunternehmer und Projektant verschiedener Windkraftanlagen kennt er sich mit Windkraft sehr gut aus.

    Vorlaufkosten von bis zu 300000 Euro

    Die Beteiligung an einem Windrad sei eine langfristige unternehmerische Aufgabe. Bereits vor der Verwirklichung des Projekts fielen Vorlaufkosten, zum Beispiel für Probemast und verschiedene Gutachten, an. Diese können sich auf 200000 bis 300000 Euro belaufen. „Um in unserer Region wirtschaftlich betrieben werden zu können, muss ein Windrad eine Nabenhöhe von mindestens 120 Metern sowie einen Rotordurchmesser von etwa 100 Metern aufweisen“, erklärte Paulus, ehe er den Zuhörern verschiedene Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorstellte.

    Damit sich die Gemeinde Kirchhaslach ein Bild über das Interesse der Bürger an Windkraft machen kann, sollten Befürworter, aber auch Gegner ihre Meinung kundtun, bittet Grauer. Dies könne bei einem Besuch im Gemeindeamt, aber auch telefonisch erfolgen.

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