So sehen Verlierer eigentlich nicht aus: Marita Kaiser sitzt am Tag nach der Wahlniederlage in ihrem Amtszimmer im Rathaus Illertissen und spricht entspannt über ihren Landratswahlkampf. Sie ist offiziell noch nicht im Dienst, doch für das Gespräch mit unserer Zeitung ist sie mal eben „zur Arbeit“ gegangen – wo sich schon wieder die neu reingekommenen Akten stapeln. Aber die nimmt sie sich erst heute vor.
Die Strapazen der Kampagne sind natürlich nicht spurlos an ihr vorübergegangen: „Körperlich bin ich etwas ramponiert“, gibt sie zu, aber die Augen blitzen und die leicht angeraute Stimme hat nichts von ihrem gewohnten Schwung verloren. Nein, seelisch sei sie überhaupt nicht am Boden zerstört, beteuert sie. Trotzdem schmerzt sie das Ergebnis schon ein wenig.
Marita Kaiser hatte am Sonntag bei der Landratswahl im Unterallgäu mit Unterstützung der CSU 37,7 Prozent geholt, der Amtsinhaber Hans-Joachim Weirather von den Freien Wählern immerhin 62,3. Sie hätte sich zumindest 45 Prozent gewünscht.
Immer wieder betont sie im Gespräch, sie habe sich ja nicht von Illertissen wegbeworben. Nun wolle sie ihre Arbeit weiterführen – und das wenn möglich über 2014 hinaus. In zwei Jahren sind Kommunalwahlen und Marita Kaiser betont, dass sie sich auf jeden Fall wieder aufstellen lassen will.
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