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Kettershausen: Jagdgenossen wollen Geld zurück

Kettershausen

Jagdgenossen wollen Geld zurück

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    Groß war das Interesse an der Debatte über den Jagdschilling.
    Groß war das Interesse an der Debatte über den Jagdschilling. Foto: Zita Schmid

    Aufgrund einer Vertragsanpassung fließt der Jagdschilling für ein großes Gebiet im Bebenhauser Gemeindewald seit einigen Jahren nicht mehr in die Kasse der Jagdgenossenschaft Bebenhausen, sondern in die der Gemeinde. Nun beantragten die Genossen, die Kommune möge ihnen das Geld wieder überlassen. Vergeblich, das Ansinnen wurde einstimmig abgeschmettert.

    Das Thema war brisant, die Zuschauerplätze im Kettershauser Sitzungssaal entsprechend gefüllt. In einem Schreiben führten die Jagdgenossen auf, dass seit 2003 eine 195 Hektar große Fläche im Gemeindewald in Bebenhausen als sogenannte „Eigenjagd“ gilt und laut Bescheid des Landratsamtes Unterallgäu separat verpachtet werden muss. Eine solche Eigenjagd hat eine Mindestgröße von rund 81 Hektar und gehört einer Person – in diesem Fall der Gemeinde Kettershausen.

    Seit der Pachtvertrag dem angepasst wurde, fließt die jährlichen Abgabe in Höhe von 1170 Euro nicht mehr wie zuvor der Jagdgenossenschaft zu, sondern der Kommune. Weil der Wegfall der Einnahmen einen „gravierenden Einschnitt“ in ihre Finanzen darstelle, nämlich eine Minderung um 30 Prozent, wollen die Genossen das Geld wiederhaben. Zudem besitzen sie etliche Maschinen wie etwa Holzspalter, Walzen, Planierschild oder Erdbohrer, die auch von der Gemeinde benutzt werden. Doch für die Reparaturen müssen die Genossen aufkommen.

    „Generell und um des Friedens willen“ könne sie den Antrag sogar befürworten, sagte Bürgermeisterin Gabriele Janowsky. Rechtlich sei dies aber nicht machbar. „Laut der Bayerischen Gemeindeordnung darf die Gemeinde nichts verschenken“, erklärte sie..

    Der Antrag der Jagdgenossenschaft Bebenhausen auf Überlassung des Jagdschillings wurde somit aus gesetzlichen Gründen vom Gemeinderat einstimmig abgelehnt. Die Angelegenheit soll aber mit Fakten und Daten in einer nächsten Sitzung wieder diskutiert werden.

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