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Ernährungs-Serie: „Je langsamer man abnimmt, desto besser“

Ernährungs-Serie

„Je langsamer man abnimmt, desto besser“

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    Marion Heger-Bögel
    Marion Heger-Bögel

    Bellenberg Abends keine Kohlenhydrate? Das ist für viele kaum vorstellbar. Gehört doch ein belegtes Brot zur täglichen Vesper. Und in Brot sind eben jede Menge Kohlenhydrate drin, aber auch in Nudeln, Reis und Kartoffeln. Marion Heger-Bögel, Ernährungsberaterin aus Vöhringen, kennt das Problem: „Viele kommen während des Arbeitstags kaum zum Essen und schlagen sich dann nach Feierabend den Bauch voll.“ Doch gesund ist das nicht. Deshalb spricht sich die 45-Jährige auch für die sogenannte Logi-Methode aus. Dabei handelt es sich nicht um eine Diät, sondern vielmehr um eine Anleitung zu einem ausgeglichenen Essverhalten ohne abendliche Kohlenhydrate.

    In Zusammenarbeit mit der Brunnen-Apotheke in Bellenberg organisiert sie jährlich das Abnehmprogramm „Bellenberg bewegt!“ und bietet auch ihre individuelle Beratung an. Nebenbei arbeitet sie dort auch als pharmazeutisch-technische Assistentin.

    Das sogenannte Bauchfett ist besonders gefährlich

    „Kohlenhydrate, die man abends zu sich nimmt, lagern sich vorwiegend im Depot-Fett in der Bauchgegend ein, dem sogenannten Rettungsring“, erklärt die 45-Jährige. Dort werden dann Hormone und gefährliche Entzündungsstoffe produziert, die als Auslöser für vielerlei Krankheiten, von Diabetes bis Bluthochdruck, gelten. Fettablagerungen in der Hüftgegend seien dagegen weniger gefährlich. „Der Verzicht auf Kohlenhydrate ist erst mal eine ungewohnte Umstellung“, weiß auch Marion Heger-Bögel. Sie selbst lebt bereits seit über einem Jahr nach der Logi-Methode. „Und ich vermisse es nicht“, sagt die 45-Jährige. Immerhin seien mittags Kohlenhydrate erlaubt und sogar wichtig. Und abends? „Es gibt viele Alternativen für Brotzeit ohne Brot und keine starren Rezeptvorschläge.“ Jeder könne somit trotzdem seine Lieblingslebensmittel essen: ob Tomaten mit Mozzarella oder Salat mit Hühnchenbruststreifen. Daneben seien vor allem die Omega-3-Fettsäuren wichtig, wie sie in Fisch enthalten sind. Denn sie wirken entzündungshemmend.

    Marion Heger-Bögel rät, drei Mahlzeiten, sowie zwei individuelle Snacks über den Tag zu verteilen. Dabei sei die Menge entscheidend, allerdings sollte die Umstellung auch nicht zu drastisch ausfallen. Die Ernährungsberaterin empfiehlt daher, die Energiezufuhr nicht zu stark zu reduzieren. Eine stufenweise Annäherung an 1200 Kilokalorien täglich sei in Ordnung, weniger sollten es aber nicht werden. Denn: „Je langsamer man abnimmt, desto besser ist es.“ Ein Kilo pro Woche sei daher vollkommen ausreichend. Denn so bliebe auch ein Jo-Jo-Effekt, also ein schnelles Wiederzunehmen, aus.

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