Oberschönegg-Weinried So wie er aussieht, kann man kaum glauben, dass er schon 85 Jahre alt ist. Denn Josef Huber ist lebhaft, gesprächig und gesundheitlich noch „gut beinand“. Zum Ehrentag übermittelte Gemeindeoberhaupt Günther Fuchs dem einstigen stellvertretenden Bürgermeister von Oberschönegg die Glückwünsche der Gemeinde.
Josef Huber kann sich noch gut an seinen 18. Geburtstag erinnern. Im September 1944 befand sich der gebürtige Babenhauser in amerikanischer Kriegsgefangenschaft, belegt er mit einer Ansichtskarte. Nachdem er bereits als 17-Jähriger nach Italien an die Front musste, wurde er während einer vierwöchigen Schiffsreise in die Staaten verfrachtet.
„Ich musste bei der Obsternte in Michigan helfen und dann auf Baumwollfeldern in Neumexiko arbeiten“, erzählt er. Einem Hautekzem verdankt er es, dass er nach gut einem Jahr wieder in die Heimat zurückkehren durfte.
Er heiratete seine Frau Monika und bewirtschaftete mit ihr deren landwirtschaftlichen Betrieb in Weinried. Im Jahr 1972 wurde Josef Huber in den Gemeinderat seines Heimatdorfes gewählt sowie nach der Gebietsreform ins Oberschönegger Ratsgremium. Von 1984 bis 1996 wirkte der Jubilar als Zweiter Bürgermeister. Während dieser Zeit wurde der Weinrieder Musikantenstadel errichtet.
Den Ehrentag feierte Josef Huber im Kreise von Freunden, Nachbarn und Bekannten sowie seiner Familie. Dieser gehören neben den zwei Kindern mit Ehepartnern sieben Enkel und fünf Urenkel an.