13 junge Damen bewarben sich um den Titel. Mehrere 1000 Gäste verfolgen Wahl im Festzelt


Babenhausen/Klosterbeuren „Seid einfach ihr selbst – ganz natürlich und spontan!“ Diesen Rat beherzigten alle 13 jungen Damen, die sich im Rahmen des 51. Bezirksmusikfestes in Klosterbeuren um den Titel „Miss ASM“ bewarben. Vor mehr als 3000 Zuschauern traten die Kandidatinnen aus dem gesamten Bereich des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes selbstbewusst gegeneinander an. Julia Probst, 21-jährige Tubistin bei den Laubener Musikanten, überzeugte die Jury am meisten und wurde zur Miss ASM 2011 gekürt.
Den 2. Platz, der als „heimlicher Hauptpreis“ mit einer Brauereibe-sichtigung dotiert ist, eroberte Marina Albert von der Musikkapelle Stötten am Auerberg. Platz 3 belegte Ina Brühl vom TSZ Lindenberg.
Mit ihrem Sieg löste Julia Probst einen unbeschreiblichen Jubel im Festzelt aus. Denn die neue ASM-Repräsentantin stammt aus dem gastgebenden Bezirk VI Memmingen. Mit ihrer lockeren und zu-gleich schlagfertigen Art meisterte die in Daxberg beheimatete kaufmännische Angestellte sämtliche Aufgaben souverän. Dass sie vor Kurzem vom Bariton auf das „coolste Instrument Tuba“ umgestiegen ist und zurzeit den Traktorführerschein absolviert, brachte ihr bereits während der Vorstellrunde Sympathie ein.
Begleitet von tosendem Applaus sowie den Klängen des „Bayeri-schen Defiliermarsches“ waren die jungen Damen – darunter „Lokalmatadorin“ Franziska Huber aus Babenhausen – ins Festzelt einmarschiert. Allen voran auf dem goldenen Thron die noch amtierende „Miss ASM“ Claudia Walser aus Immenstadt-Bühl. „Heute geht es weniger um Punkte, sondern um Ausstrahlung, Schlagfertigkeit und Humor“, riet sie den Kandidatinnen. „Es wird nicht ganz leicht“, kündigte Moderator Bernhard Link die vom Musikverein Klosterbeuren einfallsreich zusammengestellten Aufgaben an. Die Kandidatinnen gaben sich souverän. Lampenfieber oder Nervosität waren kaum spürbar und wurden geschickt mit einem Lächeln überspielt.
Fast spielerisch beantworteten die jungen Damen die beim „Miss-Quiz“ geforderten Fragen aus den verschiedensten Bereichen, wobei der Moderator auf manche „Stolperstelle“ hinwies. Für die „Schlauchmusik“ stand den Kandidatinnen ein Musikerkollege zur Seite. Trotz dessen Spielvermögen war es manchmal nicht einfach, die auf einem mit Schlauch und Trichter ausgestatteten Mundstück von Trompete, Tenor- oder Waldhorn geblasene Melodie zu erkennen.
Unter dem Leitgedanken „Der Ton macht die Musik“ hatten die Kandidatinnen genau drei Minuten Zeit, um aus einem Batzen Lehm ein Instrument zu modellieren. Trompeten, Saxofone als auch Tuben konnten sich stolz zeigen lassen. Auch beim Ankleiden eines Musikanten mit Weste, Jacke, Krawatte und Hut bewiesen die jungen Damen Geschick, Schnelligkeit und manchmal auch Fantasie. Die mit einfallsreichen Plakaten und Bannern sowie Tuten und Vuvuzelas ausgestatteten Fangruppen feuerten ihre Favoritinnen immer wieder kräftig an.
„Wir organisieren die Miss-Wahl bereits zum 11. Mal. Aber mit ihrem Organisationstalent haben die Klosterbeurer Musikanten alle bisherigen Wettbewerbe getoppt“, lobte ASM-Präsident Franz Josef Pschierer. Die Musikkapelle Westerheim, die den Wettbewerb mit Blasmusik, aber auch Schlagern und Evergreens umrahmte, erhielt großen Beifall.
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