Nach über zwölfjährigem Betrieb bedarf die Waschanlage für Großfahrzeuge am Wertstoffhof Osterberg einer Sanierung. Da verschiedene Ersatzteile defekt sind, sahen sich die Räte vor der Entscheidung, entweder zu schließen oder zu sanieren. Martin Rogg, bekannt für seine kritische Einstellung gegenüber der kostspieligen Anlage, plädierte nun aber für den Weitererhalt, da sich die Anlage etabliert habe und auch von Auswärtigen genutzt werde. Genau dieses wird aber zwiespältig gesehen, da die Gemeinde somit auch fremde Nutzer subventioniere. Andererseits könne dies als Werbung für Osterberg verstanden werden, befanden die Räte und lehnten eine Beitragserhöhung für Wasch-Touristen ab. Für die fälligen Reparaturarbeiten sollen Angebote eingeholt werden.
Fehlbetrag von 10 500 Euro
Da bei den Müllgebühren ein Fehlbetrag in Höhe von 10 500 Euro entstanden ist, wird ab 1. Juli die Abfallentsorgung um 33,7 Prozent steigen. Zur Unterdeckung war es gekommen, weil nach Abzahlung der Müllverbrennungsanlage Weißenhorn die Gebühren gesenkt wurden. Diese Zahlen sind jetzt überholt. Im Gegensatz zur, auf vier Jahre veranschlagten Kalkulation der Verwaltung wünschten sich die Räte eine zeitnahe Berechnung für die nächsten zweieinhalb Jahre. Christian Magel gab zu bedenken, dass dann die Erhöhung noch rigoroser ausfallen würde. Letztendlich wollen die Räte beide Vorschläge vergleichen und dann abstimmen.
Der Wertstoffhof platzt aus den Nähten, zumindest solange nicht sachgerecht entsorgt werde, waren sich die Räte einig. Martin Rogg vermutete, dass die Kosten der angebotenen Wertstoffstoffentsorgung sich indirekt auf die Abfallgebühren niederschlagen würden. Das Gremium einigte sich auf neue Regeln: Grüngut in Kofferraum-Mengen, jedoch kein Baumschnitt, kann auch künftig kostenlos abgegeben werden. Ähnliches gilt für die Plastik-Container, welche öfter entleert werden müssten, weil sogar Rollläden darin entsorgt würden. Ersatzweise soll öfter Sperrmüllabholung angeboten werden. Bernhard Kehrer forderte, den Jugendlichen einen Erwachsenen zur Überwachung der Regularien zur Seite zu stellen. Des Weiteren legten die Räte die vierteljährlichen Beitragstermine für Wasser und Abwasser fest.