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Illertissen: Offene Stalltüren locken die Massen

Illertissen

Offene Stalltüren locken die Massen

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    Ein ständiges Kommen und Gehen im Hof der Familie Blum. Scharenweise kamen gestern die Besucher zum „Tag des offenen Hofes“ nach Tiefenbach. 
    Ein ständiges Kommen und Gehen im Hof der Familie Blum. Scharenweise kamen gestern die Besucher zum „Tag des offenen Hofes“ nach Tiefenbach.  Foto: Regina Langhans

    Von Regina langhans

    Mehr Menschen als Tiefenbach Einwohner hat, vielleicht um die 5000, nützten gestern den „Tag des offenen Hofes“ bei Josef Blum in Tiefenbach, um den neuen Milchviehlaufstall am Ortsrand zu bestaunen. Gleichzeitig war es ein Festanlass für das ganze Dorf, unterstützt von acht Vereinen und einigen Firmen, die mit der Landwirtschaft zusammenarbeiten.

     „Es ist gut, wenn Menschen erfahren, dass Lebensmittel nicht wirklich von Aldi kommen“, erklärte Helmut Bürzle aus Weiler. Es sei wichtig, zu wissen, wie Essen entstehe. Gerlinde Pistel aus Osterberg – wie Bürzle aus einem Nebenerwerbsbetrieb – findet eine solche Investition „echt mutig“. Einblicke in die Nahrungsproduktion konnten Interessierte gewinnen, indem sie Körner verschiedener Getreidesorten durch die Finger rinnen lassen konnten. Ein anderer Stand informierte über die Arbeit des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), der im Zweijahresrhythmus solche Schautage anstößt. Die Tiefenbacher Musikkapelle spielte mit und ohne Gesang auf, örtliche Vereine hatten ihre Verpflegungshütten in Betrieb genommen. Lediglich fast stündliche Wetterwechsel zwischen Sonne und Schauer erschwerten mitunter die Entscheidung, sich im Zelt oder an den Brotzeittischen mit Bilderbuchblick übers Rothtal niederzulassen. „Fürs Wetter kann ich nichts, aber die Bauern brauchen den Regen“, parierte Georg Nüßlein gewitzt auf die Frage von Vereinsvorsitzenden Gerhard Leopold, ob er das viele Wasser mitgebracht habe. Der Bundestagsabgeordnete bekundete „Respekt vor Landwirten, die soviel erreichen und sich noch Zeit nehmen, um ein Fest zu organisieren. Andreas Wöhrle, BBV-Kreisvorsitzender aus Pfaffenhofen, ergänzte: „Eine derart gelungene Veranstaltung ist bester Beweis dafür, welche Anerkennung und Wertschätzung die Familie von Josef Blum im Ort genießt.“ Und Leopold erinnerte: „In den 50er Jahren hatten wir 49 Bauern, heute sind es zwei Vollerwerbsbetriebe. Josef Blum, Frau Marlene und Hofnachfolger Alexander hielten sich bescheiden im Hintergrund, soweit sie nicht ständig Rede und Antwort standen. Das große Interesse an Hof und Landwirtschaft hat sie doch überrascht.

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