Stellungnahme der CSU/JWU-Fraktion zu „schweren Vorwürfen“, die der Landrat geäußert hat. Die Auseinandersetzung geht weiter

Unterallgäu Von „schweren Vorwürfen gegen die CSU“ schreibt die CSU/JWU-Kreistagsfraktion in einer Pressemitteilung. Sie bezieht sich darin auf ein Interview mit Landrat Hans-Joachim Weirather (Freie Wähler), in dem dieser „heftige Kritik an einem Brief des CSU-Parteivorstandes an die Mitglieder“ übe. Der Rundbrief wurde kurz vor der Landratswahl verschickt.
„Es handelt sich dabei um ein Schreiben an die Mitglieder der CSU im Unterallgäu, das gegenüber der Parteibasis eine deutliche Positionierung vornahm“, heißt es in der Mitteilung. Weiter: „So wenig sich die CSU um interne Abläufe bei den Freien Wählern kümmert und diese bewertet, so unbeeinflusst wird die parteiinterne Kommunikation in der CSU auch künftig stattfinden.“
Die CSU/JWU-Fraktion könne die Vorwürfe und die Schärfe der Angriffe des Landrates kurz nach seinem Wahlsieg nicht nachvollziehen. Im Mittelpunkt des Interviews stünden nicht wie zu erwarten anstehende Aufgaben, die es gemeinsam zu bewältigen gelte, sondern „rückwärtsgewandte Attacken“, so die CSU/JWU.
Wenn Weirather für sich in Anspruch nehme, „niemanden beschimpft, … desavouiert … und beleidigt“ zu haben, so gelte dies auch für das parteiinterne CSU-Schreiben, über das sich der Landrat so ereifere. „Die deutliche Kritik an seiner Bilanz in zentralen Landkreisthemen verzichtet auf persönliche Beleidigungen und Beschimpfungen. Wir sehen keinen Anlass, aufgeführte Kritikpunkte und Fakten zurückzunehmen und stellen uns gerne einer Diskussion bezüglich dieser Inhalte“, schreibt die Fraktion. „Uns ist auch keine Wahlveranstaltung der CSU bekannt, in der von den Vertretern der CSU bezüglich des Landrats wahrheitswidrige oder persönlich verunglimpfende Aussagen gefallen sind.“
Die CSU/JWU akzeptiere die Entscheidung der Wähler in eindeutiger demokratischer Haltung. Sie sehe sich als Mehrheitsfraktion im Kreistag in der Verantwortung, kooperativ und konstruktiv an der Lösung der anstehenden Probleme gestaltend mitzuwirken. „Dabei gehört zu den demokratischen Entscheidungsprozessen auch die Möglichkeit zur Kritik und zur Meinungsverschiedenheit. Dies sollte auch Landrat Weirather akzeptieren“, heißt es abschließend. (az)
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