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Ereignis: Sonniges Vergnügen

Ereignis

Sonniges Vergnügen

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    Steffi und Holger Krabbe zieht es zurück in die amerikanische Pionierzeit.
    Steffi und Holger Krabbe zieht es zurück in die amerikanische Pionierzeit.

    Illertissen Wer möchte nicht mal für ein paar Stunden im Wilden Westen leben – beim Pferdespektakel in Illertissen war dies möglich. Viele Akteure, Pferde, Hunde und noch mehr Zuschauer sowie blendendes Spätsommerwetter waren die Erfolgszutaten für das Zweite Illertisser Pferde-Hunde-Spektakel, das am vergangenen Wochenende auf dem Illertisser Reitgelände stattfand.

    Kunst, Handwerk, mittelalterliches Lagerleben, viele Pferde- und Hundeshows und das emsige Treiben auf dem Markt lockten bei herrlichem Herbstwetter Tausende Besucher und schufen für Familien mit Kindern wie auch Mittelalter- und Westernfans ein ideales Ambiente. Rund 100 Teilnehmer und 50 Pferde sorgten für ein nahtlos aneinandergereihtes Veranstaltungsprogramm mit vielen Events aus dem Bereich klassisches und spanisches Reiten, Westernreiten und der Hundeschule.

    Ohne Sattel und vor allem ohne Gewalt reitet der Indio Javier Aguilera seine Pferde. Der Mensch müsse von den Pferden lernen – Geduld, Vertrauen oder auch Hoffnung. Das meinte der gebürtige Peruaner, der für seine Vorführungen viel Applaus erhielt. „Wir leben hier unser Hobby aus“, meinte Holger Krabbe inmitten eines der Zeit um das Jahr 1860 nachempfundenen Lagers. Der Wild-West-Fan berichtete, dass er mit befreundeten Pferdebesitzern aus dem Unterallgäu eine Ranchers-Union gegründet hat. Ziel der Gruppe ist es, das Leben der großen Viehtriebe im Amerika der 1860er- bis 1880er-Jahre darzustellen. Dazu gehörten ein perfekt ausgestatteter Chuck-Wagen (Küchenwagen) und ein Steamer, auf dem sich Speisen mit heißem Rauch erhitzen lassen.

    Mit elf wunderschönen Huskys beeindruckte der Hundeschlittenführer Steve Richter das Publikum. „Die ersten fünf Huskys hatten wir von Leuten aus der Großstadt, die die Hunde nicht mehr haben wollten oder halten konnten“, betonte der Hundeliebhaber.

    Argentinische Ranchpferde, die Criollos, stellten Hans Rösch aus Filzingen und seine Reiterfreunde vor. „Wir haben hier argentinische Pferde dabei, die von Gouchos für den Umgang mit Rindern ausgebildet wurden“, erläuterte Hans Rösch zum eindrucksvollen Auftritt der Reitergruppe. Auf die besondere Tradition des Wanderreitens in Schwaben machte Petra Mayer aufmerksam. Über 45 Stationen gibt es mittlerweile. Das Gebiet, das sich auf dem Rücken der Pferde erkunden lässt, erstreckt sich von Oberstdorf bis zur Donau und von der Iller bis zum Lech.

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