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Verrückt: „Sportfreak genug, brauche keine Stromschläge“

Verrückt

„Sportfreak genug, brauche keine Stromschläge“

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    Regina Straub vom Turnverein Osterberg beim Laufen. 880 Kilometer hat sie abseits von guten Wegen trainiert, um beim Fisherman’s-Lauf zu bestehen.
    Regina Straub vom Turnverein Osterberg beim Laufen. 880 Kilometer hat sie abseits von guten Wegen trainiert, um beim Fisherman’s-Lauf zu bestehen. Foto: TVO

    Illertissen Zum sechsten Mal wird der „Fisherman‘s Friend StrongmanRun“ ausgetragen, der als der härteste Hindernislauf Deutschlands gilt – dieses Jahr sind die Teilnehmer erstmals dem Risiko von Stromschlägen ausgesetzt. Austragungsort ist wieder der Nürburgring. Unter den 11000 angemeldeten Teilnehmern sind acht Sportler aus dem Verbreitungsgebiet der Illertisser Zeitung dabei. Darunter eine Frau, Regina Straub vom Turnverein Osterberg.

    „Ich bin schon ganz aufgeregt und frage mich, ob ich das schaffe“, teilte sie gestern – bereits auf dem Hinweg – aus dem Auto mit. „Sportfreak und ein bisschen verrückt bin ich ja schon, aber nicht so, dass ich Stromschläge in Kauf nehmen werde. Da laufe ich lieber die 300 Meter Umweg.“ Die Sportwartin vom Turnverein Osterberg hat mit dem in Extremtouren erfahrenen Vorsitzenden Wolfgang Berrens kreuz und quer im Osterberger Wald trainiert. Sie hat es auf 880 Trainingskilometer gebracht und Berrens, der erst vergangenes Jahr den noch härteren „Tough Guy“ in England mit Platz 13 geschafft hat, spulte ab Dezember 1100 Übungskilometer ab.

    Blaue Flecke nach den Stromschlägen

    Am „StrongmanRun“ nimmt er jetzt zum fünften Mal teil und er erinnert sich mit Unbehagen an den peitschenden Ton der kleinen Stromschläge, wie er es bei dem Extrem-Parcours in England erlebt hat: „Das gab hinterher lauter blaue Flecke, solche Hindernisse können ruhig in England bleiben. Ich dachte eigentlich, Stromschläge sind in Deutschland verboten.“

    Auf Nachfrage hieß es in einer Pressemitteilung der Veranstalter vom Nürburgring, dass es sich bei dem Hindernis namens „Zitterpartie“ um Stromschläge in einer Größenordnung von zwölf Volt handle. Das würde gerade mal etwas jucken. Selbst wenn die Teilnehmer vom vorausgehenden Hindernis noch nass seien, bestehe keine Gefahr. Das sei überprüft worden.

    Allgemein gehe der Trend zu immer noch härteren Herausforderungen, dem werde mit dieser Art neuem Hindernis entsprochen, heißt es in der Pressemitteilung. Und wer sich dieser Gefahr nicht aussetzen wolle oder es als Träger eines Herzschrittmachers nicht dürfe, könne den 300 Meter langen Umweg nehmen.

    Teilnehmer aus Illertissen, Buch, Altenstadt und Osterberg

    Neben Regina Straub und Wolfgang Berrens aus Osterberg haben sich für den Hindernislauf am Nürburgring Maik Steudten aus Altenstadt und Max Käser aus Buch angemeldet sowie aus Illertissen Stefan Steinle, Michael Kristen, Martin Fischer und Carsten König. (lor)

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