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Gemeinderat: Tierheim kommt teuer zu stehen

Gemeinderat

Tierheim kommt teuer zu stehen

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    Bürgermeister Struve und Leiterin Eugenia Thiessen (hinten) stellen dem Gemeinderat die neuen Mitarbeiterinnen im Kindergarten Storchennest vor, von links Annette Stumpp, Sinje Frauendorfer und Sabrina Nather.
    Bürgermeister Struve und Leiterin Eugenia Thiessen (hinten) stellen dem Gemeinderat die neuen Mitarbeiterinnen im Kindergarten Storchennest vor, von links Annette Stumpp, Sinje Frauendorfer und Sabrina Nather. Foto: Langhans

    Unterroth Um das durch die Aufnahme von Fundtieren entstandene Defizit von 117000 Euro im Tierheim Weißenhorn auszugleichen, sollen Gemeinden künftig einen Pro-Kopf-Zuschuss von einem Euro leisten anstatt bisher 40 Cent. Für Unterroth würde sich diese Summe auf rund 1000 Euro belaufen.

    Da der Haushalt bereits beschlossen ist, einigte sich das Gremium, die Pauschale dieses Jahr um 30 Cent zu ergänzen und 2013 dann den kostendeckenden Betrag von einem Euro pro Kopf zu leisten. Bürgermeister Gerhard Struve informierte, dass es zu den Aufgaben einer Gemeinde gehöre, die Versorgung von Fundtieren zu gewährleisten. Dass das Tierheim mit der Finanzierung bisher mehr oder weniger klarkam, habe an den Rücklagen durch Spenden und Erbschaften gelegen, so der Bürgermeister: „Doch die finanziellen Vorräte sind erschöpft und die Spendenbereitschaft sinkt, obwohl das Tierheim in vielen Aktionen auf sich aufmerksam macht.“ Alle Tiere müssten grundsätzlich medizinisch versorgt werden, 321 seien es vergangenes Jahr gewesen. Die von den Gemeinden bislang bezahlten Pauschalen würden gerade 26 Prozent der Kosten decken, daher habe sich der Kreisverband des bayerischen Gemeindetags auf die Erhöhung geeinigt.

    Auch der Kindergarten Storchennest stand wieder auf der Tagesordnung. Den Auftrag für eine Sitzbank im Flur zum neuen Bewegungsraum erteilten die Gemeinderäte einem örtlichen Schreiner.

    Drei neue Gesichter im Kindergarten

    Struve stellte drei neue Mitarbeiterinnen für den Kindergarten vor, die wegen zweier Kündigungen und einem Schwangerschaftsurlaub dringend gebraucht werden. Annette Stumpp, 34, ist Heilerziehungspflegerin und Heilpädagogin, Sinje Frauendorfer, 24, Kinderpflegerin und Sabrina Nather, 22, Erzieherin. Letztere beginnt 1. September. Mit Blick auf die zwei integrativen von insgesamt drei Gruppen befürwortete Struve die Berufskombination der neuen Kräfte, hatte aber auch schon wieder Pläne im Kopf: „Wenn mehr Ruhe eingekehrt ist, wollen wir mit den Kindern musikalisch etwas unternehmen.“

    Dem Bauantrag für eine Biomasselagerhalle beim Sägewerk in Unterroth stimmten die Räte einhellig zu. Dem Bauherrn geht es um adäquate Lagerung der Rohstoffe für das Biomasseheizkraftwerk, das auch den Kindergarten mit Fernwärme versorgt.

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