Startseite
Icon Pfeil nach unten
Illertissen
Icon Pfeil nach unten
Unterroth
Icon Pfeil nach unten

Unterroth: Waldwirtschaft liegt im Plus

Unterroth

Waldwirtschaft liegt im Plus

  • |
  • |
  • |
    Mit dem Pflanzen von 5600 Laubbäumen im Gemeindewald habe Unterroth vorbildlich für etwaige Klimaveränderungen vorgesorgt, sagt Förster Bernd Karrer. Unser Archivbild zeigt die eingezäunte Aufforstung eines ehemals bewaldeten Hügels in der Nähe von Unterroth. 
    Mit dem Pflanzen von 5600 Laubbäumen im Gemeindewald habe Unterroth vorbildlich für etwaige Klimaveränderungen vorgesorgt, sagt Förster Bernd Karrer. Unser Archivbild zeigt die eingezäunte Aufforstung eines ehemals bewaldeten Hügels in der Nähe von Unterroth.  Foto: Archiv: lor

    Von Regina Langhans

    Im neuen Waldwirtschaftsjahr kalkuliert der Gemeinderat Unterroth mit Einnahmen von 39675 Euro, denen Ausgaben von 13165 Euro gegenüberstehen. Bernd Karrer von der Forstbetriebsgemeinschaft Neu-Ulm/Illertissen erläuterte den Jahresbetriebsplan 2011/12, der einstimmig beschlossen wurde.

    Mit Blick auf zu erwartende klimatische Veränderungen hatte Förster Karrer an verschiedenen Stellen des Gemeindewaldes 5600 Laubbäume gepflanzt, zum Gesamtpreis von 4032 Euro. Es handelt sich um 275 Winterlinden, 250 Küstentannen, 4025 Rotbuchen als Vorbau – für einen schönen Stamm – ohne Zaun sowie 1050 Stieleichen – günstig wegen ihrer Pfahlwurzeln – mit Einzäunung. Die Ausgaben für Zaun und Pflanzarbeiten belaufen sich auf 4053 Euro. Für die Gesamtkosten in Höhe von 8085 Euro gibt es eine staatliche Förderung von 3527 Euro. Das sei „vorbildliche Kulturtätigkeit“, lobte Karrer die zugunsten von Laubbäumen getroffene Entscheidung des Gemeinderates. Auf den Einwand von Ratsmitglied Franz Gleich, ob denn keine Fichten mehr gepflanzt würden, die gutes Bauholz brächten, erklärte der Förster, dass deren Selbstverjüngung gut funktioniere, und, „wo keine wachsen wollen, pflanzen wir auch keine hin“. Der Holzeinschlag von 2011 mit 181 Festmeter brachte 12507 Euro ein, darunter allein 123 Festmeter an Stammholz mit 12218 Euro. Da in den Vorjahren durch Stürme und Käferbefall mehr Bäume gefällt werden mussten, war der Holzeinschlag 2011 moderater ausgefallen. Unterm Strich verzeichnete Bürgermeister Gerhard Struve ein Plus von 2907 Euro.

    Es wird mehr Holz gemacht als im Vorjahr

    Die Pläne für 2012 sehen einen Einschlag von 555 Festmeter vor, der sich folgendermaßen zusammensetzt: 60 Festmeter sollen aus der Endnutzung kommen, ebenso viele aus der Altdurchforstung auf 1,3 Hektar und 435 Festmeter aus der Jungdurchforstung von neun Hektar. Die kalkulierten Einnahmen in Höhe von 39675 Euro setzen sich zusammen aus geschätzten 9000 Euro für Stammholz, 28875 Euro für Fixlängen sowie 1800 Euro an Papierholz. Diesen steht eine Kostenkalkulation von 13165 Euro gegenüber.

    Die Gesamtkosten für den Ausbau von 562 Meter Waldweg an der Grenze zum Kettershauser Gemeindewald beliefen sich auf eine Summe von 7410 Euro. Rettungsfahrzeuge hätten im Notfall jetzt gute Zufahrtmöglichkeiten, freut sich Struve.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden