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Domsingknaben: Wenn 34 Jungs mit einer Stimme singen

Domsingknaben

Wenn 34 Jungs mit einer Stimme singen

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    Darauf spezialisiert, zur Ehre Gottes zu singen. Auf Einladung gestalteten die Domsingknaben den Festgottesdienst zu Ehren des Stifters von La Salle mit.
    Darauf spezialisiert, zur Ehre Gottes zu singen. Auf Einladung gestalteten die Domsingknaben den Festgottesdienst zu Ehren des Stifters von La Salle mit. Foto: Langhans

    Illertissen Mal gregorianisch einfach, mal in jubilierender Ton- und Stimmenvielfalt erklang der Chorgesang der Augsburger Domsingknaben zum Festgottesdienst für den Ordensstifter der Schulbrüder Johannes von La Salle. Pater Christian, der die Messe am Sonntag zelebrierte, hatte die Verbindung herstellen können, sodass „eine weitere Einrichtung des diözesanen Schulwerks“ zur Feier des Tages beitragen sollte. Gut 550 Schüler, Eltern, Lehrer und Musikliebhaber waren in die Kollegskirche gekommen, darunter Bruder Paul, Vizeprovinzial der Schulbrüder aus Wien.

    Spannung kam auf, als die 34 Sänger in schwarzen Anzügen und weißem Hemd mit ihrem Dirigenten Ulrich Streckmann rechts auf den Stufen zum Chor Platz nahmen. „Exaudi Domine“ begann der Solist in die Stille hinein, dann setzten 20 Buben- und 14 Männerstimmen den gregorianischen Choral fort, in getragenen, volumenreichen Tonfolgen, aber doch wie aus einer Kehle strömend. Der Solist hätte ebenso gut in einen Verstärker singen können, so gut deckten sich die Stimmen in der Intonation.

    Dann aber überschwängliche Vielfalt, wobei der Chor mit seinen unmittelbaren, kraftvollen Einsätzen erfreute, gerade wenn von Anfang an Vier- oder Fünfstimmigkeit – so noch ein Mezzosopran dazukam – geboten war. Dirigent Ulrich Streckmann kam mit wenig Anweisungen aus, lediglich die unterschiedlichen Tonhöhen für die einzelnen Stimmen summte er vor. Daher glichen ihre Einsätze dem Öffnen eines musikalischen Fächers, der sofort Melodien oder Akkorde in voller Klangschönheit entfaltete. „Kyrie“ und „Gloria“ stammten aus der „Messa prima in C“ von Claudio Grassini, wobei sich vier Solisten auf der gegenüberliegenden Chorseite postierten, um so den Wechselgesang mit dem Chor bildlich darzustellen. Vom gleichen Komponisten auch das sehr feierlich vorgetragene „Sanctus“ und „Agnus Dei“.

    Vielstimmig und temporeich ging es zu bei „Cantabo Domine“ von Oratio Vecchi, dazu noch sehr hoch hinauf. Dennoch behielt der Chor sein gleichmäßiges Klangbild, ließ keine Lücke entstehen zwischen jüngeren und älteren Sängern und setzte durch chorisches Atmen geschickt Tonakzente. Stimmgewaltig, fast beschwörend das „Dona nobis pacem“ und schließlich das jubilierende, alle Sangeskünste in sich vereinende „Exultate Deo“ von Alessandro Scarlatti.

    Domsingknaben beginnen ab dem fünften Lebensjahr

    „Bis zum hohen C muss es bei uns auch der Alt schaffen“, plaudert Dirigent Streckmann anschließend nach langem, begeisterten Applaus. Ab dem fünften Lebensjahr würden die Jungs mit dem Singen beginnen, und sie wären gerne dabei, da es ein freiwilliges, wenngleich anspruchsvolles Hobby sei.

    „Etwaige Störenfriede bei den Proben verraten sich bei uns von alleine, da ich ihre Stimmen von klein auf kenne“, witzelt Ulrich Streckmann. Auch dem Chorleiter, der von der Stimmbildung angefangen die komplette Ausbildung begleitet, macht es immer noch Spaß.

    Unterstützung beim Festgottesdienst, etwa zum Einzug oder beim La-Salle-Lied, gab es von Michael Heinrichs an der Orgel oder den Blechbläsern mit Karl Irmler.

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