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Festakt: Wo Sprache aufhört, fängt Musik an

Festakt

Wo Sprache aufhört, fängt Musik an

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    Fröhliche Mienen bei Trägern und Unterstützern der Musikschule beim Festakt. Von links Simone Vogt-Keller, Vorsitzende der Musikschule, Bürgermeister Karl Janson, Bürgermeisterin Marita Kaiser, Musikschulleiter Ralf Hoffmann, Herbert Pressl, Vorsitzender des Förderkreises, und Landrat Erich Josef Geßner.
    Fröhliche Mienen bei Trägern und Unterstützern der Musikschule beim Festakt. Von links Simone Vogt-Keller, Vorsitzende der Musikschule, Bürgermeister Karl Janson, Bürgermeisterin Marita Kaiser, Musikschulleiter Ralf Hoffmann, Herbert Pressl, Vorsitzender des Förderkreises, und Landrat Erich Josef Geßner.

    Vöhringen/Bellenberg/Illertissen Die Gründung der Musikschule mit drei Trägerkommunen nennt Landrat Erich Josef Geßner „eine glückliche Entscheidung“. Beim Festakt zum 25. Geburtstag der Musikschule Dreiklang unterstrich Geßner „die hohe Ausbildungsqualität“ der Lehrer und zollte dem Leiter der Einrichtung Direktor Ralf Hoffmann sowie seinem Stellvertreter Oliver Petermann Lob für ihr Engagement. Die Vorsitzende der Musikschule, Bellenbergs Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller, sprach vor Gästen aus Politik, Wirtschaft, Vertretern der Kirche und benachbarter Musikschulen von der engen Kooperation mit Kindergärten und Schulen und erklärte die Bedeutung der Musik mit den Worten, „wo Sprache aufhört, fängt Musik an“.

    Landrat Erich Josef Geßner, der vor 25 Jahren, damals Vöhringer Bürgermeister, maßgeblich am Zustandekommen der Musikschule beteiligt war, erklärte, musikalische Bildung komme wohl in der „normalen Schule“ heute oft zu kurz. Dabei sind es nicht nur harte Fakten und Fachkenntnisse, die für den beruflichen Erfolg ausschlaggebend sind, sondern die sogenannten „Soft Skills“, also das, was die soziale Kompetenz eines Menschen ausmacht. „Wer musiziert, trainiert diese weichen Faktoren, der ertüchtigt neben seinen geistigen Ressourcen auch seine emotionalen Potenziale.“ Geßner zitierte den bekannten Geiger Yehudi Menuhin, der gesagt hat, „die Musik spricht für sich allein, vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance“. Als Geschenk übergab er einen Scheck aus dem Sparkassen-Fond an Schulleiter Ralf Hoffmann.

    Martin Klein, Sprecher der schwäbischen Musikschulen und Vertreter des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen im Bezirk Schwaben, erklärte, wie bedeutend Musik für die Gestaltung des Lebens ist. Selbst ein Mensch, der „kulturfern ist“, höre Musik oder musiziere sogar selbst. Musik, so Klein, ist entscheidend für die Kreativität. Wichtig sei die kommunale Unterstützung der Musikschulen, aber auch der Staat müsse das Seinige tun, weil das zu seinen Aufgaben zähle.

    Herbert Pressl, Vorsitzender des Fördervereins der Musikschule Dreiklang, empfindet es als Erfolg, dass drei Kommunen die Schule tragen und sie unterstützen. Er richtete seinen Dank an die Lehrer, die sich für ihre Schüler engagieren. Der Förderverein helfe der Musikschule und dies nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch in emotionaler. Letzteres hält Pressl für besonders wichtig. Er wünschte der Schule, dass sie auch in Zukunft junge Menschen für Musik begeistern kann. Elternbeiratsvorsitzender Hans Jürgen Montag sagte, die Musikschule habe ihren Platz in den Familien wie auch in den Kommunen gefunden. Als Geschenk übergab er einen Gutschein für Instrumente.

    Abschließend dankte Schulleiter Hoffmann allen, die die Arbeit der Musikschule unterstützen. Dazu zählen vor allem die Trägerkommunen Vöhringen, Bellenberg und Illertissen mit den Rathauschefs Karl Janson, Simone Vogt-Keller und Marita Kaiser. (ub)

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