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Frühlingsfest der Blasmusik: Wo der Dirigent auch die gute Laune vorgibt

Frühlingsfest der Blasmusik

Wo der Dirigent auch die gute Laune vorgibt

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    Wenn das keine Gaudi ist: Wettmelken an einer Kuh aus Weiler mitten auf der Bühne zwischen Vertretern von Musikern und Turnverein.
    Wenn das keine Gaudi ist: Wettmelken an einer Kuh aus Weiler mitten auf der Bühne zwischen Vertretern von Musikern und Turnverein.

    Osterberg Ein Frühlingsfest der Blasmusik, bei dem nicht nur die Musiker auf der Bühne für Unterhaltung sorgten, sondern ebenso das Publikum, ließ die Besucher bis weit über Mitternacht in der dekorierten Turnhalle verweilen. Der Musikverein Osterberg hatte sein neues Konzertprogramm vorgestellt und sich für die Einlagen allerlei Späßchen und Spielchen einfallen lassen.

    Die Tischreihen der Turnhalle waren voll und an den Klettergerüsten tummelte sich die Jugend erwartungsvoll. Dirigent Armin Käufler hatte flotte Blasmusik versprochen und noch einiges mehr.

    Schläge mit Hammer und Schraubenschlüssel

    Nach Willkommensworten von Vorsitzendem Rainer Diebolder heizten die Musiker gleich mal mit dem bayerischen Defiliermarsch ein, später wurde die bayerische Fahne durch die Halle getragen und auf den Tischen lagen gebackene Notenschlüssel aus Brezenteig. Es folgten Weisen gediegener böhmisch-mährischer Blasmusik, ein schmachtendes „Rosamunde“ oder eine fetzige Amboss-Polka, wobei Samuel Käufler im Affentempo mit Hammer und Schraubenschlüssel den Amboss schlug.

    Dirigent Armin Käufler – ein wahres Talent in Sachen Moderation jedweder Art – machte vor, wie das Spielchen funktioniert: Es galt, in eine Tröte zu blasen und dabei eine Kugel im Pfeifenkopf in der Schwebe zu halten. Luisa Anwander und Kathrin Zwing zogen mit Stoppuhr, Instrument und Wasserkocher zum Desinfizieren des Mundstücks durch die Reihen und luden zum Mitmachen ein.

    Kuhmelken, Rettichessen und Sägen als Wettkampfdisziplin

    Überhaupt, ohne Publikumsbeteiligung ging an dem Stimmungsabend gar nichts. Dafür hatte Armin Käufler gesorgt und später die Bühne freigemacht für einen Gaudiparcours aus Kuhmelken, Nagelklopfen, Sägen, Rettichessen und Trinken einer Halbe-Bier oder -Apfelschorle. Feuerwehr und Kirchengemeinde, Turnverein und Musiker sowie die Schützen aus Weiler und Babenhausen traten gegeneinander an. Dazu hatte der Dirigent seinen Stab mit dem Mikrofon vertauscht und ebenso treffend wie amüsant kommentiert, was sich auf der Bühne bot und er strengstens überwachte, etwa: „Am Start Schuhe anziehen und binden, sonst Punktabzug.“

    Das letzte Drittel des Abends galt dem puren Genuss, stimmungsvollen Melodien, gepflegter Gemütlichkeit. Armin Käufler und Frau Doris, in der Rolle des Traumduos, begeisterten gekonnt und in sympathischer Art mit Ohrwürmern wie „Bayerische Band“, „Böhmischer Wein“ oder „Eine weiße Rose“. Eben einfach zum Verhocken.

    Mehr Bilder zum Frühlingsfest der Blasmusik in Osterberg bei uns im Internet unter

    www.illertisser-zeitung.de

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