Babenhausen „Wir freuen uns, auf diese Weise einen wesentlichen Beitrag leisten zu dürfen, dass die Wertschöpfung in der Region erhalten bleibt, hier für Kaufkraft sorgt, Nachfrage schafft und Arbeits- sowie Ausbildungsplätze sichert.“ – Mit diesen Worten fasste der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz, Helmut Graf, das Geschäftsprinzip zusammen, in dessen Mittelpunkt weiterhin der Genossenschaftsgedanke stehe. Dabei stiegen die Zahlen in Rekordhöhen. So erhöhten sich die von der Bank – zum Teil zusammen mit Verbundpartnern – „verwalteten Kundengelder“ auf 895 Millionen Euro. Dies zeige, so Vorstandsmitglied Franz-Josef Mayer, „dass die Kunden der Raiba großes Vertrauen entgegenbringen“.
„Entwicklung kommt der ganzen Region zugute“
2011 ist es somit dem Kreditinstitut gelungen, so Helmut Graf in seinem Geschäftsbericht, die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent auf 698 Millionen Euro zu steigern. „Das ist eine sehr positive Entwicklung, die der ganzen Region zugutekommt“, so Graf weiter. Trotz der aktuellen Finanz- und Schuldenkrise „erweist sich die Genossenschaftsbank als zuverlässiger Kreditgeber für die heimische Wirtschaft“. So konnte die Kreditvergabe um 9,1 Prozent auf insgesamt 518Millionen Euro ausgeweitet werden. Damit habe die Bank sichergestellt, so Mayer, „dass es in der Region nicht zu einer Kreditklemme kommt“. Insgesamt reichte die Raiffeisenbank im letzten Jahr neue Kredite im Gesamtwert von 136,5 Millionen Euro aus.
Das Wachstum im Kreditgeschäft könne die Bank nicht zuletzt deshalb gewährleisten, „weil die Kunden ihr großes Vertrauen entgegenbringen“, so Graf. Aufgrund der zufriedenstellenden Ertragslage kann laut Mayer „das Eigenkapital weiter gestärkt werden, sodass die Bank auch in Zukunft verlässlich und sicher ist“. Die Verwurzelung in der Region zeige sich auch daran, dass im Geschäftsjahr 2011 erneut über 65000 Euro an Vereine, soziale Institutionen und gemeinnützige Initiativen gespendet wurden.
Dass die Raiffeisenbank Iller-Roth-Günz eG mit ihrer „Rechtsform als Genossenschaft voll im Trend liegt“, bestätige der Mitgliederzuwachs im letzten Jahr um 636 auf nunmehr 15716 Mitglieder. „Unsere Einlagen kommen aus der Region und dorthin fließen auch unsere Kredite. Damit wirtschaften wir im ursprünglichsten Sinne des Genossenschaftsgedankens“, erläutert Mayer. Für die Bank bedeutet dies, so Graf ergänzend, dass die „Geschäfte auf dauerhafte Kundenbeziehungen angelegt“ sind.
Die Bundesregierung hat die Energiewende als wichtigen Zukunftsschritt beschlossen. Das Ziel ist demnach laut Raiba-Vertreter eine sichere, bezahlbare und umweltverträgliche Energieversorgung. Der Ausbau von erneuerbaren Energieformen wie der Wasserkraft, Wind-, Bio- und Solarenergie wird daher verstärkt vorangetrieben. Auch im Geschäftsgebiet der Raiba Iller-Roth-Günz zeigt sich laut Graf und Mayer, dass „bei der Energieerzeugung allerorts neue Wege beschritten werden. Wir begreifen die Energiewende als bedeutende Chance, die Zukunft unserer Region aktiv mitzugestalten. Als Finanzpartner begleiten wir deshalb derzeit zahlreiche Projekte aus den Bereichen der regenerativen Energie. Wir sind überzeugt, dass die Energiegewinnung direkt vor Ort auch die nachhaltigste Versorgungsform ist. Für die regionale Energiegewinnung werden die lokalen Ressourcen genutzt. Regionale Stromerzeugung und eine unmittelbare Verteilung an die Verbraucher ist jedoch nur dann möglich, wenn auch die Energieversorgung dezentral strukturiert ist und unter der Beteiligung der Bürger erfolgt“, so Helmut Graf. Der Raiffeisenbank komme hierbei eine besondere Rolle zu. „Selbst stark in der Region verankert, sind wir der ideale Finanzierungspartner, um die Umsetzung der Energiewende voranzubringen“, so Graf und Mayer.
Äußerst erfolgreich erwirtschaftete im letzten Jahr auch das Tochterunternehmen der Bank, die Raiffeisenwaren GmbH Iller-Roth-Günz, mit ihren elf Standorten. Der Umsatz konnte um nahezu ein Drittel auf nunmehr 32,2 Millionen Euro gesteigert werden.