Die Ambrosia sieht ganz hübsch aus. Da die Pflanze windbestäubt wird, bildet sie nur unscheinbare Blütenblätter aus und bleibt trotz ihrer stattlichen Höhe von 1,50 Metern meist unbeachtet. Dabei ist sie für den Menschen gefährlich. Das Landratsamt in Günzburg ruft Landwirte und Gartenbesitzer zum Kampf gegen die Beifuß-Ambrosie auf.
Die Pflanze ist problematisch, weil sie etwa eine Milliarde Pollen erzeugt, aber schon zehn Pollen pro Kubikmeter Luft extreme allergische Reaktionen hervorrufen können. Das allergene Potenzial dieser Pflanze ist größer als das aller Gräser und Gehölze Mitteleuropas zusammen, so die neuesten Forschungsergebnisse. Dazu kommt, dass sie erst dann zum Blühen kommt, wenn die anderen Allergiepflanzen langsam nachlassen. Somit verlängert sie die übliche "Leidenszeit" für Allergiker um etwa zwei Monate. Die Pollen können allergische Reaktionen der Augen und der Atemwege auslösen und im schlimmsten Fall auch zu Asthma führen. Deswegen wird die Ausbreitung der Ambrosia nicht nur bei uns bekämpft.
So mancher hat die Pflanze unabsichtlich schon im eigenen Garten ausgesät: Gartenbesitzer können sie nämlich häufig an Vogelfutterstellen finden, da sie oft über das Futter eingeschleppt wird.
So erkennt man die Pflanze
Die Beifuß-Ambrosie wird sehr häufig mit dem Gemeinen Beifuß oder dem Weißen Gänsefuß verwechselt. Besondere Merkmale der Beifuß-Ambrosie sind die beidseitig fiederartigen grünen Blätter, die rötlichen, behaarten Stängel und der gelbe, ährenartige Blütenstand am Triebende. (rjk/zg)