Zwei Jugendliche habe sich jetzt wegen mehrerer Sachbeschädigungen vor dem Amtsgericht Memmingen verantworten müssen. Laut polizeilichen Ermittlungen sollen sie wiederholt Züge der Bahnstrecke Günzburg – Mindelheim beschädigt haben. Das Gericht verwarnte die Burschen und verhängte jeweils 50 Sozialstunden sowie zwei Wochenenden Jugendarrest für einen der beiden Täter.
Anfang 2010 hatten zunächst Unbekannte mehrmals in Zügen zwischen Günzburg und Mindelheim ihr Unwesen getrieben. Sie beschmierten, beschädigten und zerstörten im Wageninneren die Einrichtungen verschiedener Regionalbahnen. Der verursachte Gesamtschaden liegt zwischen 2500 und 3000 Euro.
Die zuständige Bundespolizeiinspektion in Rosenheim ermittelte in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Mindelheim gegen die zunächst unbekannten Täter. Schließlich gerieten mehrere Minderjährige ins Visier der Ermittler. Angesichts der polizeilichen Erkenntnisse blieb ihnen nichts anderes übrig, als ihre Taten einzugestehen.
Vor Gericht führte die vorhandene Beweislage dann zu der gehörigen Verwarnung der geladenen Jugendlichen. Beide haben je 50 Sozialstunden abzuleisten. Der Haupttäter muss sogar für zwei Wochenenden in eine Jugendarrestanstalt. Von den Konsequenzen nach dem Jugendstrafrecht abgesehen, kommen auch noch die zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen der Bahn auf die jungen Männer beziehungsweise ihre sicher wenig erfreuten Eltern zu. (zg)