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Kontroverse Debatte um Münsterhauser Umgehung: „Artenschutz ernst nehmen“

Kontroverse Debatte um Münsterhauser Umgehung

„Artenschutz ernst nehmen“

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    In einem Bürgerantrag mit knapp 300 Unterschriften war gewünscht worden, die geplante Trasse der Münsterhauser Ortsumfahrung aus Lärmschutzgründen weiter nach Westen zu rücken (siehe rote Linie). Doch der Schutz von gefährdeten Tierarten wie der Wiesenknopf-Ameisenbläuling müsse berücksichtigt werden, betonte Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh mit Blick auf die Stellungnahmen der Naturschutzbehörde.
    In einem Bürgerantrag mit knapp 300 Unterschriften war gewünscht worden, die geplante Trasse der Münsterhauser Ortsumfahrung aus Lärmschutzgründen weiter nach Westen zu rücken (siehe rote Linie). Doch der Schutz von gefährdeten Tierarten wie der Wiesenknopf-Ameisenbläuling müsse berücksichtigt werden, betonte Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh mit Blick auf die Stellungnahmen der Naturschutzbehörde. Foto: Thielemann & Friderich

    Münsterhausen Eine Verlegung der geplanten Ortsumfahrung von Münsterhausen um rund 100 Meter weiter vom Ort entfernt in Richtung Westen könnte zur Folge haben, dass sich das Vorhaben um bis zu fünf Jahre hinauszögere. Rund 300 Bürger hatten sich per Unterschrift für eine Verlegung und zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen ausgesprochen (wir berichteten). In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats war nun zu erfahren, dass aufgrund des Artenschutzes eine Trassenverlegung Schwierigkeiten bereiten würde. Entschieden wurde in der jüngsten Sitzung aber noch nichts.

    Es gelte, den kleinen blauen Schmetterling, den Wiesenknopf-Ameisenbläuling, und einige weitere Tierarten zu schützen, die im Bereich des Kühgrabens vorkämen. Darauf wies Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh hin. „Um Rechtssicherheit bei der Planung zu haben, muss man den Artenschutz ernst nehmen“, betonte der Stadtbaumeister. Von einer Verlegung der Trasse sei deshalb dringend abzuraten.

    Von Franz J. Maget der Firma Accon in Greifenberg war zu erfahren, dass bei einer Verschiebung der Trassen der größte Effekt bezüglich der Lärmminderung im mittleren Bereich eintrete, dort, wo vorwiegend offenes Gelände sei. Im Bereich der Edelstetter Straße und Böhmerwaldstraße sei nur mit geringer Lärmreduzierung zu rechnen. Ferner wies Maget darauf hin, dass die Grenzwerte für Lärm bei Tag als auch bei Nacht nicht nur eingehalten, sondern auch deutlich unterschritten würden. Dies habe zur Folge, dass die Marktgemeinde Kosten für Lärmschutzmaßnahmen alleine zu tragen hätte.

    Auch bei der Auswahl des Asphalts könnte eine Lärmminderung erzielt werden. Hier gebe es Ausführungen von „einfach bis sehr aufwendig“, wie Maget erklärte. Aufwendig bedeute aber auch kostenintensiv. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer könne ebenfalls eine leichte Lärmreduzierung bringen.

    Über die Möglichkeiten der Lärmreduzierung durch einen Wall oder eine Wand referierte Planer Günther Thielemann. Darüber berichten wir in der Mittwochsausgabe der Mittelschwäbischen Nachrichten.

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