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Schule: Buenos Dias

Schule

Buenos Dias

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    Seit diesem Schuljahr neu am Ursberger Ringeisen-Gymnasium: Stefanie Holland (vorne rechts) mit den 47 Zehntklässlern, die seit diesem Schuljahr Spanisch als spät beginnende Fremdsprache gewählt haben.
    Seit diesem Schuljahr neu am Ursberger Ringeisen-Gymnasium: Stefanie Holland (vorne rechts) mit den 47 Zehntklässlern, die seit diesem Schuljahr Spanisch als spät beginnende Fremdsprache gewählt haben. Foto: Foto: Nelhübel

    Landkreis „Hablamos espanol“ können bald die Schüler des Ursberger Ringeisen-Gymnasiums sagen, die sich nun, zu Beginn der zehnten Klasse, für Spanisch als zweite Fremdsprache entschieden haben. Schulleiter Georg Gerhardt ist nämlich in der glücklichen Lage, vom Kultusministerium die angeforderte Spanisch-Lehrkraft auch tatsächlich zugeteilt bekommen zu haben. „Wir haben viele Jahre gesucht“, freut sich Gerhardt, „und heuer endlich eine Fachlehrerin bekommen.“ Spanisch boomt und der Markt an Spanischlehrern ist praktisch leer gefegt. „Zwar bieten wir“, so der Schulleiter, „bereits seit über zehn Jahren Spanisch als Wahlfach ab der achten Klasse an. Aber erst jetzt mit unserer neuen Lehrkraft, Stefanie Holland, ist es uns möglich, Spanisch als spät beginnende Fremdsprache in unser Unterrichtsangebot mit aufzunehmen.“ So haben künftige Abiturienten zum Ende der neunten Klasse nun die Entscheidungsfreiheit, Latein oder Französisch abzuwählen, um sich der Sprache Ernesto Cardenals und Miguel de Cervantes zuzuwenden.

    Dass sich gleich 46 Schüler für Spanisch als spät beginnende Fremdsprache entschieden haben, hat Rektor Gerhardt aber doch überrascht. „Natürlich wissen wir noch nicht, wie viele der Schüler in Spanisch ihr mündliches Abitur ablegen wollen, aber dass das Interesse am Unterricht so stark ist, dass wir gleich zwei Gruppen bilden müssen, hätten wir nicht gedacht.“ Auch die Eltern der Schüler des Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasiums hätten für ihre Kinder gerne ein Unterrichtsangebot im Fach Spanisch, weiß Schulleiter Norbert Rehfuß aufgrund jährlich wieder gestellter Nachfragen.

    Dabei dürfe jedoch, für künftige Schulabgänger und Berufseinsteiger, die positive Außenhandelsbilanz mit Italien nicht vergessen werden, wo „das wirtschaftliche Handelsvolumen, das wir mit Italien haben, das der spanischsprachigen Länder übersteigt“. Nicht nur aufgrund dieser deutsch-italienischen Handelsbeziehungen erfreut sich der am SKG angebotene Italienischunterricht steigender Beliebtheit. „Wir haben“, so Rehfuß, „zwei sehr beliebte und fähige Italienischlehrkräfte, die im letzten Jahr 20 unserer 40 Italienischschüler auch zum Abitur geführt haben.“ Für das neu begonnene Schuljahr hätten sich gleich 50 Prozent aller Zehntklässler, also 70 bis 80 Schüler, dafür entschieden, ihre bisherige zweite Fremdsprache abzulegen und dafür Italienisch als spät beginnende Unterrichtssprache zu wählen.

    „Spanisch boomt“, weiß Norbert Rehfuß, wirbt aber gerade deswegen für sein Fächerangebot. „Als ich kürzlich mit meiner Tochter bei einer Studieninformationsveranstaltung war, wurden Italienischkenntnisse als positiv hervorzuhebendes Alleinstellungsmerkmal bewertet.“ Bis zu den Realschulen im Landkreis scheinen sich die neuen Präferenzen im Sprachangebot, über die diese Woche auch der Spiegel berichtet, noch nicht herumgesprochen zu haben. Sowohl Thannhausens Schulleiter Franz Eschlberger als auch sein Krumbacher Kollege Josef Mayer berichten von nur sehr vereinzelten Nachfragen nach einem Spanischunterricht und sehen deshalb keinen Handlungsbedarf.

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