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Kirchenreform bleibt umstritten: Dialog oder Beruhigungspille?

Kirchenreform bleibt umstritten

Dialog oder Beruhigungspille?

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    Bischof Konrad Zdarsa spendet am Samstag in Krumbach die Firmung.
    Bischof Konrad Zdarsa spendet am Samstag in Krumbach die Firmung. Foto: Michaela Waldmann

    Krumbach Bischof Dr. Konrad Zdarsa kommt nach Krumbach. Doch sein Termin am Samstag, um 9.30 Uhr in der Maria-Hilf-Kirche hat keinen kirchenpolitischen Hintergrund. Der Bischof kommt, um die Firmung zu spenden, sagt Stadtpfarrer Karl Hagenauer. Unabhängig davon geht die Diskussion um die Bistumsreform weiter. „Der Pfarrgemeinderat wird erhalten bleiben“, sagte Domkapitular Bertram Meier vor Kurzem dem Diözesanrat, der Vertretung der katholischen Laien im Bistum. „Das war von vorneherein klar“, betont Dekan Klaus Bucher (Breitenthal) im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch die Art und Weise der Vermittlung dieser Information sei eventuell nicht optimal gelaufen.

    Immer wieder war zuletzt vonseiten des Bistums zu hören, dass die Pfarrgemeinderäte durch Pastoralräte ersetzt werden sollen, die für größere Einheiten als bisher zuständig wären. Auch die neuen Pastoralräte in den vergrößerten Seelsorgeeinheiten sollen direkt von den Gläubigen gewählt werden. Mit dieser Erklärung reagierte die Diözese auf die Kritik vieler Laien. Diese hatten sich Sorgen gemacht, dass die Pfarrgemeinderäte abgeschafft werden sollten. Nun teilte die bischöfliche Pressestelle aber mit, dass die für das Jahr 2014 geplanten Pfarrgemeinderatswahlen wie gewohnt stattfinden sollen (wir berichteten).

    Zusätzlich werde es künftig den Pastoralrat geben, erläutert Dekan Bucher. Die Pastoralräte würden „nicht nur praktisch, sondern auch seelsorgerisch tätig sein.“ Die Pastoralräte sollen direkt von den Gläubigen gewählt werden können, aber der Pfarrer solle der Vorsitzende sein, hebt Bucher hervor. Um das kirchliche Leben vor Ort zu stärken, könne es in jeder Einzelpfarrei – solange sie besteht – weiter ein Gremium geben, das Pfarrgemeinderat heißt. Die Richtlinien für das kirchliche Leben in der Seelsorgeeinheit würden jedoch vom Pastoralrat festgelegt, hieß es vor Kurzem vonseiten der Diözese. Gegen die Reformpläne des Bischofs gab es in den vergangenen Monaten zahlreiche Proteste. Unter dem Motto „Kirche sind wir alle“ hatten sich Ende April rund 2500 Laien auf dem Augsburger Domplatz versammelt. Im März gab es die Aktion „Kirche umarmen“. Einer der Schwerpunkt war dabei in der Region Mittelschwaben die Krumbacher Pfarrei St. Michael mit Niederraunau und Ebershausen.

    „Nach wie vor ein diplomatisches Taktieren“

    Klemens Funk ist seit vielen Jahren engagiertes Pfarrgemeinderatsmitglied in Niederraunau. Es sei Bewegung in das Thema gekommen, aber Funk sieht nach wie vor ein diplomatisches Taktieren des Bischofs. Es sei immer noch nicht klar, wie die Gremien zustande kommen sollen. Funk: „Warum wird nicht klipp und klar gesagt, es bleibt alles beim Alten?“ Bei der Wortgottesdienstregelung (laut Bischof künftig an Sonn- und Feiertagen sowie am Samstagabend bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr möglich) habe sich nichts Wesentliches geändert.

    Bischof Zdarsa war bereits vor einigen Wochen beim sogenannten Dies im Krumbad, bei dem er mit Dekan Bucher und anderen Geistlichen zusammentraf. Zu sehen ist dies in einem offiziellen Video des Bistums Augsburg.

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