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Hitparade: Die Faszination von Großvaters Uhr

Hitparade

Die Faszination von Großvaters Uhr

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    Stellvertretender Bezirksleiter Franz Alstetter (Mitte) ehrte das zehnjährige Engagement der Flötistinnen Tanja Holdenrieder (links) und Christina König. Unser Bild zeigt weiter (von links): Johann Strobel, 2. Vorsitzender, Josef Marxer, Vorsitzender sowie die Dirigenten Ulrich Graile und Thomas Mayer.
    Stellvertretender Bezirksleiter Franz Alstetter (Mitte) ehrte das zehnjährige Engagement der Flötistinnen Tanja Holdenrieder (links) und Christina König. Unser Bild zeigt weiter (von links): Johann Strobel, 2. Vorsitzender, Josef Marxer, Vorsitzender sowie die Dirigenten Ulrich Graile und Thomas Mayer. Foto: Werner Glogger

    Attenhausen Seit jeher nimmt die Blasmusik in Attenhausen im Vereinsleben in der kleinen Haseltalgemeinde einen hohen Stellenwert ein. Dominierend dabei ist die Musikerfamilie Graile, die seit Generationen das musikalische Leben geprägt, ihre Fähigkeiten weitergegeben und immer wieder junge Menschen zum Erlernen eines Instrumentes begeistert hat, um den Fortbestand der Musiziergemeinschaft zu gewährleisten. Seit dreizehn Jahren verfolgt Josef Marxer als erster Vorsitzender die gleichen Ziele. Zum Auftakt im Jubiläumsjahr – 140 Jahre Musiktradition, 40 Jahre Vereinsbestehen und zum 30. Mal das bekannte Dorffest – präsentierte sich die mit 28 Musikern besetzte Kapelle beim Abend der Blasmusik altersmäßig in einer guten Mischung und musikalisch in Topform. Zum Siegertitel wurde „Grandfather’s Clock“ (Großvaters Uhr) gekürt.

    In zahlreichen Proben einstudiert

    In zahlreichen Proben studierte Attenhausens Urgestein der Blasmusik und seit 27 Jahren Dirigent, Ulrich Graile, unterstützt von seinem Stellvertreter Thomas Mayer ein völlig neues Programm ein, das die Kapelle in Form einer Hitparade im voll besetzten Bürgerhaus präsentierte. Obwohl technisch recht anspruchsvoll, ist der Konzertmarsch „Die Sonne geht auf“, komponiert vom Leiter der Hergolshäuser Musikanten, Rudi Fischer, einem „Haudegen“ der Blasmusik, zum Leckerbissen für alle Blasmusikfreunde geworden. Mit den Variationen über die englische Volksweise „Grandfather’s Clock“, arrangiert von Peter Schad, hatte sich Dirigent Ulrich Graile einiges vorgenommen. Doch seine virtuos spielenden Solisten meisterten ihren Part vorzüglich. Christina König leitete auf ihrer Flöte präzise wie ein Uhrwerk über zu den Passagen, die Christoph Weber auf dem Tenorhorn profihaft interpretierte.

    Wechsel am Dirigentenpult

    Guido Henns Polka „Freudentränen“ leiteten nach der Pause über zu einer ganz anderen Musikstilrichtung und zum Dirigentenwechsel. Am Pult stand nun Thomas Mayer, der den Wunsch der jungen Musiker auf moderne Kompositionen in Szene setzte. Dies gelang seiner Tochter Laura, erst 13 Jahre alt, bestens, denn sie parodierte als Nena verkleidet den aus dem Jahr 1983 stammenden Hit „99 Luftballons“ ohne jegliches Lampenfieber. Lichteffekte zauberten die passende Stimmung hierfür wie auch für das nächste Stück „Tequila“, einer musikalischen Beschreibung zum mexikanischen Nationalgetränk, in den Saal. Untermalt von verschiedenen Rhythmusinstrumenten glänzte Kilian Erdle solistisch auf seinem Saxofon und Lukas Mayer zeigte in nicht enden wollenden Trommelwirbeln, was man aus einem Schlagzeug alles herausholen kann. In ruhigere Bahnen lenkten Martin Brodacke (Posaune) und Kilian Erdle (Saxofon) in ihrem Solopart zur Titelmelodie im gleichnamigen Film „The Rose“ und Komponist Karel Vacek verkörperte in der „Wachtel-Polka“ echte böhmisch-mährische Musik. Nach dem Konzertmarsch „Sempre Avanti“ von Julius Fucik durfte das Publikum abstimmen und kürte den Solovortrag „Grandfather’s Clock“ zum Siegertitel, den die Musiker nochmals spielten. Schließlich kündigten Christina König und Kerstin Roth, die in humorvoll durchs Programm führten, das fetzige „Tequila“ und die „Steeefans-Polka“ als Zugaben an.

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