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Stadtentwicklung: Drei neue Märkte

Stadtentwicklung

Drei neue Märkte

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    Linden sollten wieder an beide Seiten der Engelwirtskapelle gestellt werden, forderte Peter Schoblocher im Bauausschuss. Die beiden Kugelakazien fand er völlig unzureichend.
    Linden sollten wieder an beide Seiten der Engelwirtskapelle gestellt werden, forderte Peter Schoblocher im Bauausschuss. Die beiden Kugelakazien fand er völlig unzureichend. Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr

    Thannhausen Baukörper von mehr als 50 Metern Länge bedürfen baurechtlich einer eigenen Behandlung. Zwei Vorhaben, die der Bauausschuss zu beraten hatte, sind von einem solchen Ausmaß: die Kombi von drei Einkaufsmärkten an der Rudolf-Diesel-Straße und der Neubau eines Wohnheimes des Dominikus-Ringeisen-Werks an der Sudetenlandstraße.

    Wo heute noch ein Teil der Spedition Kolbe situiert ist, sind ein Drogeriemarkt, ein Getränkemarkt und ein Einkaufsmarkt mit Backshop vorgesehen. Die östliche Halle der Spedition soll erhalten bleiben und den Drogeriemarkt aufnehmen. Westlich davon würde der Getränkemarkt angebaut, an diesen wiederum westlich der Einkaufsmarkt. Ganz im Westen, angrenzend an die Bürgermeister-Raab-Straße, lägen dann die Parkplätze.

    Ein Teil dieser Fläche würde für die Realisierung eines Kreisverkehrs gebraucht, den der Stadtrat in seiner letzten Sitzung befürwortete (wir berichteten). Stadtbaumeister Stephan Martens-Weh wies in seinem Sachvortrag auf die zwei rechtlich interessanten Punkte hin, die Länge des Baukörpers und die Fläche der Märkte. Nähme man alle drei Märkte zusammen, wäre die Ausweisung eines Sondergebietes nötig. Da jeder der drei Märkte eigenständig funktioniere, könnte man sie als voneinander unabhängige Größen definieren.

    Demgemäß wäre dann kein Sondergebiet nötig. Unabhängig davon habe sich die Stadt mit der Abteilung Städtebau bei der Regierung von Schwaben darauf geeinigt, innenstadtnahe Anbieter zu bevorzugen.

    Leitenmaier deutet Sachverhalt pragmatisch

    Peter Leitenmaier deutete den Sachverhalt ganz pragmatisch. Eine Spedition an dieser Stelle sei denkbar ungünstig. Einkaufsmärkte wären somit eine deutliche Verbesserung der gegenwärtigen Situation.

    Dem stimmte Monika Wiesmüller-Schwab zu, die aber ergänzte, die Schaffung neuer Märkte an der Peripherie der Stadt passe nicht zum aktuellen Kurs im Stadtrat, der auf Belebung der Innenstadt setze.

    Peter Schoblocher vertrat ebenfalls dieses Argument, aber deutlich offensiver. Man sollte innenstadtrelevante Sortimente an diesem Ort nicht zulassen. Andernfalls sehe er die Gefahr, dass die Regierung von Schwaben die Stadt aus der Städtebauförderung nehme. Ichenhausen habe bereits Probleme dieser Art. Fünf Räte erteilten dem Vorhaben das gemeindliche Einvernehmen, drei waren dagegen.

    Unterschiedliche Meinungen gab es auch beim geplanten Wohnheim des Dominikus-Ringeisen-Werks an der Sudetenlandstraße. Monika Wiesmüller-Schwab widersprach dem Stadtbaumeister, der gemeint hatte, das Gebäude füge sich durchaus in die Umgebung ein. Ein Baukörper von 66, 30 Metern Länge sei hier ein Fremdkörper. Peter Schoblocher lobte die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz des Bauvorhabens. Er und Gottfried Braun fanden es erfreulich, dass eine Baulücke geschlossen werde. Bei zwei Gegenstimmen gab der Ausschuss grünes Licht.

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