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Braucht Krumbach eine Südumgehung?: Fakten kommen auf den Tisch

Braucht Krumbach eine Südumgehung?

Fakten kommen auf den Tisch

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    Fakten kommen auf den Tisch
    Fakten kommen auf den Tisch

    Krumbach Braucht Krumbach eine Südumgehung? In den kommenden Tagen stehen möglicherweise wichtige Weichenstellungen an. Am Montag, 23. April, ab 18.30 Uhr wird im Stadtrat über den Antrag von Christoph Helmes (SPD) diskutiert. Helmes spricht sich in Sachen Südumgehung für ein Ratsbegeheren (im Grunde ein Bürgerentscheid – allerdings angestoßen vom Stadtrat) aus.

    Die SPD fordert vor einem Beschluss des Stadtrates eine umfassende Info und Beteiligung der Öffentlichkeit. Dann stehe der Beschluss des Rates an. Seinen Beschluss solle der Stadtrat schließlich der Bürgerschaft zur Entscheidung vorlegen. Nur durch einen Bürgerentscheid könne eine dauerhafte Entzweiung der Bürgerschaft vermieden werden. 

    In ihrer Stellungnahme dazu betont die Stadtverwaltung, dass es verfrüht und nicht sachgerecht wäre, vor Abschluss der Informationsphase die verbindliche Festlegung eines Ratsbegehrens zu treffen.

    Bürgermeister Hubert Fischer betont, dass er die Bürger intensiv in den Diskussionsprozess einbeziehen wolle. Aber einen Ratsentscheid hält er zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht für zielführend. Allein die Fragestellung wäre schwierig, meint Fischer.

    Denn welche Variante einer Umgehung solle konkret in einem Ratsentscheid zur Abstimmung gestellt werden? Derzeit gehe es ja auch gar nicht darum, ob eine Bauplanung umgesetzt werden soll. Thema sei gegenwärtig, ob Krumbach bezüglich der Umgehung in den vordringlichen Bedarf des Bundesfernstraßenplans aufgenommen werden möchte. Hier stehe noch die Stadtratsentscheidung an, erläutert Fischer.

    Im vergangenen November wurden vom Staatlichen Bauamt Krumbach zwei mögliche Varianten vorgestellt Etwa in den Jahren 2020 bis 2025 könne die Straße gebaut werden, erläuterte seinerzeit Wilhelm Weirather, Leiter des Staatlichen Bauamtes. Wenn Krumbach in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werde. Will Krumbach dies? Bis Ende 2013 müsste laut Bürgermeister Fischer die Vorgehensweise geklärt werden.

    Wird Krumbach 2014/15 nicht in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen, dann wäre eine Südumfahrung in weite Ferne gerückt. Die nächste Fortschreibung dieses Plans steht laut Fischer erst 2027/28 an.

    Auf ihrem Internetauftritt hat die Stadt zahlreiche Daten und Fakten zum Thema Südumgehung zusammengetragen

    Fischer sagt, dass vor einer Entscheidung Vor- und Nachteile einer Umgehung sorgfältig abgewogen werden müssten. Durch eine Umgehung gebe es wohl eine Entlastung von Bereichen wie der Augsburger Straße und der Südstraße. Aber eine Umgehung sei ein beträchtlicher Eingriff in die Natur. Auch nach dem Bau einer Südumgehung werde der Verkehr in der Innenstadt erheblich sein. In Sachen Verkehr gebe es für Krumbach wohl keine Ideallösung.

    Denkbar sei eventuell die Einrichtung eine sogenannten Planungszelle, an der rund 200 repräsentativ ausgewählte Bürger beteiligt werden könnten. Sie könnten sich dann auf der Basis umfangreichen Daten- und Faktenmaterials eine fundierte Meinung bilden. Diese wiederum wäre eine gute Entscheidungsgrundlage für die Kommunalpolitik.

    Weitere ausführliche Infos zum Thema Südumgehung gibt es in der Samstagsausgabe der Mittelschwäbischen Nachrichten.

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