Aletshausen Wenn es nach dem Willen der Aletshauser Ratsmitglieder geht, kann der Flexibus flächendeckend im gesamten Landkreis eingeführt werden. Mit 12:0 stimmte das Gremium dem Konzept zu, das als Pilotprojekt für ganz Deutschland gilt und im April 2012 seinen Betrieb aufnehmen soll.
Das staatlich geförderte Pilotprojekt „Flexibus“ für den Raum Krumbach war zunächst für zwei Jahre geplant und startete im Juli 2009, erläuterte Bürgermeister Georg Duscher. Nach anfänglicher Zurückhaltung, so Duscher weiter, ist die Akzeptanz inzwischen so groß, dass nach Neuburg/Kammel und Ursberg auch die restlichen Gemeinden des Kreises in den Zubringerdienst integriert werden wollen. Nach dem Konzept des Landkreises soll das Kreisgebiet in sechs Sektionen eingeteilt werden, die unabhängig voneinander sind. Die Rufzentrale verbleibt nach wie vor bei BBS-Reisen in Krumbach. Zur Beförderung der Fahrgäste konnten Busunternehmen in den jeweiligen Regionen gewonnen werden.
Da die Fahrpreise für die Finanzierung des Projekts bei Weitem nicht reichen, übernimmt der Staat 70 Prozent des Defizits. Je 15 Prozent sind vom Landkreis und den Kommunen zu tragen. Die Fehlbeträge werden für jede Region separat festgestellt und werden nach der Einwohnerzahl auf die Gemeinden umgelegt. Der jährliche Kostenanteil für Aletshausen betrug bisher rund 2800 Euro. „Bei einer flächendeckenden Einführung des Rufbusses würde sich unser Jahresbetrag auf ein Drittel reduzieren“, schätzt Rathauschef Duscher.
Mit 12:0 beschloss der Gemeinderat, sich dem Pilotprojekt des Landkreises anzuschließen und den flächendeckenden Flexibus zu befürworten. (kk)