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Kindergartengebühren sollen stabil bleiben.: Für Familien attraktiv bleiben

Kindergartengebühren sollen stabil bleiben.

Für Familien attraktiv bleiben

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    Der Neubau einer Kinderkrippe (links) am Kindergarten St. Vinzenz ist ein Beispiel für das Engagement Thannhausens, um für Familien mit Kindern attraktiv zu bleiben.
    Der Neubau einer Kinderkrippe (links) am Kindergarten St. Vinzenz ist ein Beispiel für das Engagement Thannhausens, um für Familien mit Kindern attraktiv zu bleiben.

    Thannhausen Seit 2005 sind die Kindergartengebühren in Thannhausen unverändert, lediglich bei der Betreuung der unter Dreijährigen wurde angepasst. Da die kommunalen Kosten für die Betreuung spürbar gestiegen sind, diskutierte der Stadtrat über den Vorschlag der Verwaltung, die Gebühren um fünf Euro pro Monat anzuheben.

    Das sei insbesondere deswegen sinnvoll, weil voraussichtlich die Staatsregierung den Eltern für das letzte Kindergartenjahr einen Zuschuss gewähren wird: 50 Euro monatlich ab 2012/13, 100 Euro monatlich ab dem Folgejahr. Die Träger der beiden Kindergärten in Thannhausen hatten in Vorgesprächen ihr Einverständnis zu der Gebührenerhöhung signalisiert.

    Gerd Olbrich meinte, eine Erhöhung sei zwar fiskalisch sinnvoll, setze aber ein falsches Signal. Thannhausen sollte für Familien mit Kindern attraktiv bleiben. Wenn der Freistaat die Zeichen der Zeit erkenne und den Familien bei der Kinderbetreuung finanziell unter die Arme greife, sollte Thannhausen hier nicht gegenhalten. Auch Herbert Fischer sprach sich angesichts der demografischen Entwicklung gegen die Erhöhung aus. Überhaupt solle man abwarten, was die Staatsregierung nun wirklich beschließe. Kinder unter drei Jahren zu betreuen, sei besonders teuer, hier sehe er eher einen Erhöhungsspielraum. In diesem Punkt widersprach Bürgermeister Georg Schwarz spontan. Bei den unter Dreijährigen habe man bereits zweimal die Gebühren angehoben. An dieser „Front“ solle nun Ruhe herrschen. Peter Leitenmaier und Gottfried Braun schlossen sich den Vorrednern an. Leitenmaier wandte sich dagegen, die Familienförderung des Freistaates zu unterlaufen, Braun riet zum Abwarten, was die große Politik mache. Dr. Markus Wilhelm bezweifelte die demografische Wirkung der Kindergartengebühr: Fünf Euro monatlich hätten doch wirklich keinen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen ein Kind.

    Eine Erhöhung der Gebühren minderte Defizit um 12 000 Euro

    Erwin Däubler fragte nach, wie viel Geld die Erhöhung in die städtische Kasse spülen würde. Beide Kindergärten zusammengenommen, würde sich das Defizit um rund 12 000 Euro pro Jahr verringern, antwortete Kämmerer Thomas Bihler.

    Die Stadt sollte bezüglich ihres Engagements für Kinder und Jugendliche ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, forderte Bürgermeister Georg Schwarz. Immerhin sei Thannhausen die einzige Gemeinde im Kreis, die eine Ganztagesbetreuung in der Grundschule anbiete, was jährlich rund 50 000 Euro koste. Auch der finanzielle Anteil der Stadt für den Betrieb der beiden Kindergärten sei erheblich: 257 000 Euro muss die Stadt im Jahr 2012 für den Kindergarten St. Vinzenz drauflegen, 242 000 Euro für den Kindergarten Arche Noah.

    Einstimmig lehnte der Stadtrat eine Erhöhung der Kindergartengebühren ab.

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