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Geisterstunde im Krumbadstadel

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Geisterstunde im Krumbadstadel

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    Reichlich Applaus spendete das Publikum dem Theaterverein Krumbach für die sehenswerte Aufführung "Das Gespenst von Canterville" von Markus Wiegand. Fotos (2): Dr. Ulrike-Seifert-Kraus
    Reichlich Applaus spendete das Publikum dem Theaterverein Krumbach für die sehenswerte Aufführung "Das Gespenst von Canterville" von Markus Wiegand. Fotos (2): Dr. Ulrike-Seifert-Kraus

    Markus Wiegand ist die Gratwanderung zwischen Tragödie und Komödie gelungen. Witzige Dialoge und klamaukhafte Einlagen nehmen der tragischen Ausgangsgeschichte den Schrecken und alles löst sich im Guten.

    Seit rund 500 Jahren

    Im Landsitz von Canterville treibt das Gespenst Sir Simons seit rund 500 Jahren sein blutrünstiges Unwesen. Bis zum Einzug der amerikanischen Familie Otis ist es dem Gespenst immer gelungen, jeden Mieter aus dem Schloss zu vertreiben. Doch wer glaubt heute noch an Gespenster?

    Familie Otis erweist sich als ganz besonders zäher Fall. Selbst ein nächtlicher Überfall auf die 15-jährige Tochter Virginia kann die Familie nicht erschüttern. Die Eltern halten den Bericht darüber für Teenagerfantasien und die jungen Zwillingsbrüder, die durch ihr zufälliges Erscheinen das Schlimmste verhindert haben, meinen, einem Vampir auf der Spur zu sein. "Coooool"! Sie fühlen sich zu fantasievollen Heldentaten herausgefordert. Einen Gag nach dem anderen produzierten die american Boys John und William (treffend gespielt von den Schülerinnen Franziska Kopp und Stella Zavros). Sie brachten den bemitleidenswerten Geist so ganz aus der Fassung und das Publikum zu minutenlangem Lachen.

    Rasender Despot

    Höhepunkte waren die Auftritte des Gespenstes Sir Simon alias Walter Paul. Ob als jähzorniger, rasender Despot, betrunkener Raufbold oder akrobatisches Ungeheuer, er bot eine beeindruckende Leistung. Zum Ende der dreistündigen Aufführung fand er als "amtsmüder" geläuterter Geist mithilfe der mitfühlenden Maid Virginia (Martina Schätzthauer) seinen Frieden.

    Gisela Reichhard hatte die Spielleitung. Mit Liebe zum Detail und viel Sorgfalt hat sie die temporeiche (tragische) Komödie inszeniert. Das aufwendig gestaltete Bühnenbild versetzte glaubhaft ins englische Adelsmilieu: ausladender Kamin, Ölgemälde der Ahnen, Kerzenleuchter, eine lange Tafel mit Spitzendecke und dazu ein englischer Butler (Franz Hauber) und ein Zimmermädchen (Ingrid Merk).

    Info Am Freitag, 30., und Samstag, 31. Juli, jeweils 19.30 Uhr, sind weitere Aufführungstermine im Stadel des Krumbads.

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