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Hilfsaktion für den schwerkranken Ivan abgeschlossen: Gemischte Gefühle

Hilfsaktion für den schwerkranken Ivan abgeschlossen

Gemischte Gefühle

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    Inzwischen wieder zu Hause in Kroatien: der 17-jährige Ivan Peric mit seiner Mutter Dubravka (rechts) und Vater Pero.
    Inzwischen wieder zu Hause in Kroatien: der 17-jährige Ivan Peric mit seiner Mutter Dubravka (rechts) und Vater Pero. Foto: Sammlung Peric

    Krumbach/Burgau Sein Zustand hat sich etwas gebessert, der 17-jährige Ivan ist nicht mehr ständig ans Krankenbett gefesselt. Doch vieles deutet darauf hin, dass Ivan, der offensichtlich an einer schweren autoimmunologischen Entzündung des Gehirns leidet, ein Pflegefall bleiben wird und an den Rollstuhl gebunden sein wird. Für den aus Kroatien stammenden Ivan gab es in den vergangenen Monaten eine umfangreiche Hilfsaktion (wir berichteten), er wurde seit Juli im Burgauer Therapiezentrum behandelt. Federführend bei der Koordination der Hilfe war die Krumbacherin Margot Dworak, umfassend wurde sie dabei von der Arbeiterwohlfahrt unterstützt. Inzwischen sei Ivan wieder zurück in seine kroatische Heimat gebracht worden, berichtet sie.

    Wenn Margot Dworak über die Hilfsaktion spricht, dann begegnet man gemischten Gefühlen. Sie ist froh, dass sich der Zustand von Ivan leicht gebessert hat. Aber es bestehe leider wohl keine Aussicht auf eine dauerhafte Heilung. Dies bestätigt auch der Burgauer Chefarzt Dr. Andreas Bender. Ivans Zustand habe sich „objektiv kaum verändert.“ Es sei leider davon auszugehen, dass er schwer behindert bleiben werde. Es bestehe bis heute keine vollständige Gewissheit, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Ivan an einer autoimmunologischen Entzündung des Gehirns erkrankt sei. Bei einer Autoimmunentzündung wende sich der Körper gegen das eigene Gehirn, erklärt Bender. Die Krankheit könne aus heiterem Himmel kommen und im Prinzip jeden treffen. Schwere Bewusstseinsstörungen und starke Zuckungen könnten die Folgen sein.

    Lange zurückreichende Verbindung

    Die Hilfsaktion für Ivan wurde maßgeblich von der Krumbacherin Margot Dworak organisiert, die nach Kroatien eine lange zurückreichende besondere Verbindung hat. 1992 begannen die Hilfstransporte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) nach Kroatien, in den verarmten Landesteil Ostslawonien. Die AWO transportierte Medikamente, Kleidung und Nahrung nach Ostslawonien und linderte damit die Not vieler Menschen. Rund 80 Transporte sind es bis heute, die Krumbacherin Margot Dworak war über zehnmal dabei. Seitdem gibt es noch Kontakt zur damaligen kroatischen Übersetzerin Maria.

    Vor einigen Monaten meldete sich Maria bei Margot Dworak in Krumbach. Es war ein Anruf mit bitteren Begleitumständen, schnell wurde die Dimension einer tragischen Leidensgeschichte spürbar. Maria berichtete über ihren Enkel Ivan, der am Neujahrstag 2011 ohne vorherige Anzeichen das Bewusstsein verlor. Es folgten Krampfanfälle, Ivan musste in ein künstliches Koma versetzt werden.

    Zunächst wurde er im Krankenhaus von Slavonski Brod behandelt, später in der kroatischen Hauptstadt Zagreb, denn es bestand der Verdacht auf eine schwere autoimmunologische Entzündung des Gehirns.

    Durch ihren Einsatz erreichten es die Eltern (der Vater ist Polizist, die Mutter Zeitungsverkäuferin), dass ihr Sohn nach Deutschland verlegt werden konnte. Zunächst in die Uniklinik Großhadern und dann Ende Juli 2011 ins Therapiezentrum Burgau, das auf die Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen des Gehirns spezialisiert ist. „Das ist ein extrem schwerer Fall“ erklärt Chefarzt Dr. Andreas Bender. Er geht davon aus, dass Ivan vollständig nicht mehr geheilt werden kann. Es bestehe aber die Hoffnung, dass Ivan irgendwann einmal mit seinen Mitmenschen auf einer stabilisierten Ebene kommunizieren könne. Im Rahmen der Hilfsaktion für Ivan war ein eigenes Spendenkonto eingerichtet worden.

    Nach Auskunft von Margot Dworak sind insgesamt 9224 Euro eingegangen. Rund 5800 Euro seien in einen Rollstuhl investiert worden, weitere Gelder für Medikamente und vor allem die behindertengerechte Einrichtung der Wohnung zu Hause in Kroatien wie beispielsweise ein Pflegebett. Die Kosten für den Therapieplatz und die Spezialbehandlung in Burgau seien von der in Hannover ansässigen Wohltätigkeitsorganisation „Kindertraum“ übernommen worden.

    Eine umfangreiche Unterstützung

    Umfangreich sei auch die Unterstützung durch die Arbeiterwohlfahrt gewesen. Hilfe habe es ferner von einem kroatischen Sportverein gegeben. Allen Spendern und Helfern dankt Margot Dworak für ihr Engagement. Immerhin habe sich der Allgemeinzustand von Ivan etwas verbessert. Er sei ansprechbar und reagiere auch, wenn man das Wort an ihn richte. Doch auf eine völlige Genesung besteht offenbar keine Aussicht.

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