Münsterhausen/Kirchhaslach Ein Hund rettete den Bewohnern eines Mehrfamilienhauses in Münsterhausen vermutlich das Leben: Er weckte in der Nacht auf Montag einen 29-jährigen Mann, dessen Dachwohnung in Flammen stand. Die genaue Ursache ist noch unklar, ein Brandexperte der Kriminalpolizei in Memmingen macht sich vor Ort ein Bild. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 80000 Euro.
Durch den Hund wurde der 29-Jährige gegen 1 Uhr wach. Er erkannte den Feuerschein und verständigte sofort die anderen Bewohner im Haus, die sich dann in Sicherheit bringen konnten.
Den Feuerwehren aus Münsterhausen, Burtenbach, Thannhausen und Krumbach gelang es, das Feuer zu löschen, bevor es auf das komplette Haus übergreifen konnte. Die Feuerwehren hatten nicht nur mit dem brennenden Dachstuhl zu kämpfen, sondern auch mit der Eiseskälte: Die Atemschutzträger, die in der Wohnung zunächst nach weiteren Bewohnern suchten, wurden in der Dachwohnung durch das Löschwasser nass und kehrten wie Eiszapfen zurück. „Das Wasser ist sofort gefroren“, erinnerte sich der Thannhauser Kommandant Karl Heinz Pitzmayr. „Wir mussten schnell einen Unterschlupf zum Aufwärmen finden“, sagte Manfred Bommer von der Feuerwehr Burtenbach, die in der Nacht die Einsatzleitung aufgebaut hatte. Außerdem musste darauf geachtet werden, dass die Pumpen bei der Kälte nicht einfrieren.
Mit ähnlich widrigen Verhältnissen hatten die Feuerwehren am Sonntag in Kirchhaslach zu kämpfen. Aus ungeklärter Ursache ging dort nach 15 Uhr ein Stadel in Flammen auf. Das direkt angrenzende Wohnhaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens fing ebenfalls Feuer. Die alarmierten Feuerwehren konnten nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin, die Staatsstraße 2017 war lange gesperrt.
Der Brand war im Stadel des Anwesens ausgebrochen und breitete sich in Windeseile auch auf das direkt angebaute Wohnhaus aus. Die Integrierte Leitstelle in Krumbach ließ aufgrund der ersten Notrufe eine entsprechend hohe Alarmstufe auslösen, sodass innerhalb kurzer Zeit die Ortswehr ausrückte und bald danach Unterstützung aus der Umgebung eintraf. Auch das THW aus Krumbach war im Einsatz.
Eine dichte Rauchwolke stieg über dem Haseltal auf; zeitweise war sogar die Marienkirche, die 50 Meter unterhalb des Brandobjektes steht, in Qualm gehüllt.