Münsterhausen Soll das Keppeler-Anwesen bei der Kirche in Münsterhausen saniert oder abgerissen werden? In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats wurde darüber beraten. Die Kosten für eine Sanierung des Wohngebäudes und der Scheune würden rund 1,4 Millionen betragen. Darüber informierte Elmar Bäuml vom Architekturbüro Domes/Bäuml in Haunsheim, die Ratsmitglieder.
Im Jahr 2010 hat die Marktgemeinde das leer stehende Gebäude erworben. Laut Bürgermeister Robert Hartinger habe man ursprünglich an einen Abriss gedacht. An dieser Stelle sollten Parkplätze entstehen.
Doch bei der Besichtigung sei festgestellt worden, dass das Gebäude in einem „passablen Zustand“ sei, berichtete Bürgermeister Robert Hartinger in der Sitzung. So sei der Gedanke entstanden, das Gebäude sinnvoll zu nutzen. Dabei dachte man an die Unterbringung einer Außenwohngruppe von Menschen mit Behinderungen. Das Nebengebäude könnte unter anderem als Bürgersaal und eventuell auch als Raum für Marktratssitzungen genutzt werden.
Architekt Bäuml stellte verschiedenen Varianten der Raumaufteilungen vor. Neben dem Wohnbereich für eine Außengruppe könnten Leseräume, Bücher-Café, Teestube, Bürgerbüro und dergleichen eingerichtet werden.
Keine Zuschüsse bei wirtschaftlicher Nutzung
Für das Wohngebäude könne man bei einer wirtschaftlichen Nutzung mit Zuschüssen im Rahmen der Dorferneuerung nicht rechnen, informierte Wilhelm Daurer vom Planungsbüro Daurer in Wiedergeltingen. Lediglich bei der Unterbringung eines Bürgersaals im Nebengebäude könnte eventuelle mit einem Zuschuss gerechnet werden.
Sanieren oder abreißen und das Hauptgebäude wieder neu aufbauen. Im Rat war man der Meinung, dass ein Neubau vermutlich nicht mehr kosten würde als die Sanierung. Doch wollte man noch keine Entscheidung treffen, sondern auch noch Ausschau nach möglichen privaten Investoren halten.